Hebammen krank Keine Geburtshilfe in Zwiesel möglich

Von Freitag bis Montag sind in der Arberlandklinik keine Entbindungen möglich. Foto: Annette Riedl/dpa

Nachdem es in den letzten Jahren in der Geburtshilfe an der Arberlandklinik Zwiesel nahezu ausnahmslos positive Nachrichten zu vermelden gab, zwingt die akute Personalsituation die Klinikleitung dazu, dass geplant von Freitag, 21. Oktober, 7 Uhr, bis Montag, 24. Oktober, 7 Uhr, keine Geburten in Zwiesel stattfinden können.

In einer Pressemitteilung gibt es nähere Details zu den Gründen.

Hebammen krank

Schon in den letzten Wochen konnte die Geburtshilfe nur mit erheblichem Mehreinsatz der arbeitsfähigen Hebammen aufrechterhalten werden und es gab auch Unterstützung vonseiten einer externen Hebamme. Nach aktuellem Stand stehen ab Donnerstag von den neun Hebammen unter anderem auch aufgrund mehrerer Coronafälle nur noch zwei Hebammen zur Verfügung, die jedoch schon in den letz-ten Tagen und Wochen eine Vielzahl an zusätzlichen Diensten übernommen haben. "Aufgrund dieser Situation haben wir uns gemeinsam mit Klinikleitung, Hebammenteam und dem ärztlichen Dienst der Gynäkologie dazu entschieden, die Geburtshilfe einmalig für ein Wochenende von der Versorgung abzumelden, um die Möglichkeit zu haben, die werdenden Mütter im Vorfeld über diese Situation zu informieren", verdeutlicht der Chefarzt der Geburtshilfe an der Arberlandklinik Zwiesel, Dr. Josef Reitberger. "Wichtig ist uns dabei, dass zwar für die gynäkologische Versorgung außerhalb der Geburtshilfe der ärztliche Dienst der Abteilung auch an diesem Wochenende kurzfristig verfügbar ist, jedoch definitiv keine Entbindungen in Zwiesel stattfinden können, da hierfür rechtlich die Anwesenheit einer Hebamme notwendig ist, die wir nicht gewährleisten können", so Chefarzt Dr. Reitberger weiter.

Kliniken-Vorstand Christian Schmitz weist jedoch darauf hin, dass die Situation nicht mit der halbjährigen Schließung im ersten Halbjahr 2014 zu vergleichen ist, da damals insgesamt langfristig nur noch zwei Hebammen zur Verfügung standen, während die Situation sich heute mit einem deutlich größeren Team anders darstellt und es sich nur um eine Akutsituation handelt. Alle Beteiligten gehen fest davon aus, dass ab Montag, 24. Oktober, 7 Uhr, ganz regulär wieder Entbindungen in Zwiesel stattfinden können und daher werdende Mütter, die in den nächsten Wochen und Monaten zur Entbindung anstehen, die Wahl ihrer Geburtsklinik nicht überdenken müssen. Vonseiten der Klinik werden alle werdenden Mütter, die in den letzten Monaten zur Geburtsvorstellung in der Klinik waren und bei denen der Geburtstermin in den nächsten Wochen vorgesehen ist, vorab auch telefonisch informiert.

Info weitergeben

Da es jedoch auch immer wieder werdende Mütter gibt, die lediglich zur Entbindung in die Klinik kommen und bei denen daher dem Klinikpersonal nicht bekannt ist, dass diese Entbindungen anstehen, bittet die Klinikleitung darum diese Information auch an den Bekanntenkreis weiterzugeben. Da es bei Entbindungen im Einzelfall auch um wenige Minuten gehen kann, empfiehlt Chefarzt Dr. Reitberger dringend, dass die betroffenen Frauen am kommenden Wochenende direkt in die benachbarten Geburtskliniken fahren sollen, um keine unnötige Zeit zu verlieren. Im Vorfeld wurde auf ärztlicher Ebene auch das Perinatalzentrum am Donau Isar Klinikum Deggendorf informiert, dass es am Wochenende gegebenenfalls zu einem größeren Andrang an der Geburtshilfe kommen könnte.

 
 
 

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