"I bin a Oimingerin” steht auf dem Kuscheltuch, das die Gemeinde als Willkommensgruß an neugeborene Mädchen verschenkt. Bei Clara Esther Jumel trifft das in besonderem Maße zu: Sie ist sogar eine geborene Aholmingerin - eine echte Seltenheit seitdem es kaum mehr Hausgeburten gibt.

Eine geborene Aholmingerin gab es zuletzt 1973, einen geborenen Aholminger zuletzt vor 28 Jahren. Als Tobias Jumel seine Tochter in der Gemeindeverwaltung anmeldete war das für die Standesamts-Mitarbeiter durchaus ungewöhnlich. Während es vor Jahrzehnten noch selbstverständlich war, sein Kind zu Hause zur Welt zu bringen, hat sich dies inzwischen grundlegend geändert. In den 50er-Jahren war eine Klinikentbindung die absolute Ausnahme. Inzwischen jedoch ist es die Hausgeburt, die sich nur wenige trauen. Esther Jumel-Rein hat sich getraut.