Hauptstadtkolumne Verzettelt Geschichte geschrieben

Günter Schabowski gab am 9. November 1989 während einer Pressekonferenz in Ost-Berlin (DDR) die Öffnung der innerdeutschen Grenze bekannt. Schabowskis Äußerung, die Änderungen der Reisegesetze träten "unverzüglich" in Kraft, löste am gleichen Abend einen Ansturm der DDR-Bürger auf die innerdeutschen Grenzübergänge aus. Foto: dpa Archiv

Die Zettelwirtschaft. Da gibt es kein Bier und nichts zu essen, da gibt es nur Unordnung und Chaos. Manchmal reicht aber auch schon ein einziger Fetzen Papier, um Geschichte zu schreiben.

"Ish bin ein Bearleener" steht lautmalerisch auf John F. Kennedys Manuskript, als der US-Präsident 1962 vor dem Schöneberger Rathaus seine berühmte Rede hält. Dann der Spickzettel von Torwart Jens Lehmann im Elferschießen der Sommermärchen-WM gegen Argentinien, 2006. Für eine Million Euro wird das zerknitterte Blättchen später versteigert.

Viel billiger, aber ungleich folgenreicher ist ein anderes Stück Papier, liniert in DIN A 4. Es wird gerade ausgestellt im Berliner Tränenpalast, dem ehemaligen Grenzübergang Friedrichstraße, sonst liegt es im Bonner Haus der Geschichte. Das Original galt lange als verschollen, dann kam 2015 ein Unbekannter und verkaufte es für 25 000 Euro. Es ist "Schabowskis Zettel".

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