Erst das Land, dann die Partei, dann die Person. Es ist einer der Sätze aus dem Repertoire, das jeder Politiker haben muss. So oft hat man ihn gehört, so oft wurde er benutzt - aber meistens doch in einer Situation, wo die Worte so billig waren, dass sie nichts kosteten. Da waren sie im Wortsinn umsonst. Übrig bleibt dann eine simulierte Moral, die sich nicht beweisen muss.

Der 87-jährige Bernhard Vogel war von 1976 bis 1988 nicht nur Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, sondern von 1992 bis 2003 auch der Regierungschef in Thüringen. Dieser ehrenwerte Mann beschwor diese Woche die hehre Regel, nicht als Einziger. Auch aus der CDU-Zentrale war der Satz zu hören, als es darum ging, das Debakel in Erfurt zu erklären, wo sich die CDU von der AfD so hatte vorführen lassen, dass sie nun plötzlich dastand, wie man eben dasteht, wenn man Spielchen spielt und Sprüche macht.

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