Harakiri auf der A93 Unfall-Hattrick von München bis Schwandorf

Ein Cocktail aus reichlich Alkohol und Drogen und dann noch hinters Steuer geklemmt. Diese wenig geistreiche Idee hatte ein 31-jähriger Mann am Dienstagabend. Mit seinem Kleintransporter zog er eine Spur von München bis nach Schwandorf, drei Unfälle in knapp 90 Minuten. (Symbolbild) Foto: imago

Ein Cocktail aus reichlich Alkohol und Drogen und dann noch hinters Steuer geklemmt. Diese wenig geistreiche Idee hatte ein 31-jähriger Mann am Dienstagabend. Mit seinem Kleintransporter zog er eine Spur von München bis nach Schwandorf, drei Unfälle in knapp 90 Minuten.

Diese Fahrt hatte es buchstäblich in sich! Erst knallte sich ein 31-jähriger Mann in München Drogen und Alkohol rein, dann machte er sich mit seinem Kleintransporter auf den Weg in Richtung Schwandorf - ohne Führerschein. Man musste kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass das nicht gut gehen konnte. Und so kam es schließlich auch. Auf der A93 zwischen den Anschlussstellen Siegenburg und Hausen fiel der Kleintransporter erstmals negativ auf. Als der 31-Jährige dort nämlich einen anderen Kleintransporter überholte, kam er zu weit auf die rechte Seite und streifte den linken Außenspiegel. Ans Anhalten dachte der Mann im Delirium freilich nicht. Nein, er drückte weiter auf die Tube und folgte seinem Tunnel. Allerdings heftete sich der 27-jährige Fahrer des anderen Kleintransporters an seine Fersen, um ihn mit dem "Spiegelstreifer" zu konfrontieren.

Die Gelegenheit dazu bot sich etwa 25 Kilometer später an der Rastanlage in Pentling. Dort legte der 31-Jährige eine kurze Pause ein. Als ihn der 27-Jährige mit dem Vorfall auf der Autobahn konfrontierte, leugnete der Verursacher erwartungsgemäß jegliche Beteiligung. Stattdessen stieg er wieder in seinen Transporter und machte sich aus dem Staub. Doch auch das ging nicht unfallfrei vonstatten. Beim Ausparken knallte er wieder gegen den Kleintransporter des 27-Jährigen und verursachte dabei einen geschätzten Schaden von rund 1.000 Euro. Jetzt hatte der 27-Jährige endgültig die Faxen dicke und alarmierte die Polizei. Nach kurzer Abklärung des näheren Sachverhalts wurden umgehend entsprechende Fahndungsmaßnahmen nach dem 31-Jährigen eingeleitet. Streifen der Autobahnpolizei Schwandorf hatten einige Zeit später auf der A93 bei Schwandorf erstmals Sichtkontakt. Sämtliche Signale, sein Fahrzeug anzuhalten, ignorierte der 31-Jährige allerdings. An der Anschlussstelle Schwarzenfeld verließ er die Autobahn, nur um dort zu wenden und in Richtung Regensburg wieder auf die A93 aufzufahren. Kurz danach - im Bereich der Anschlussstelle Schwandorf Nord - gab er sich endlich geschlagen, hielt den Transporter an und stellte sich der Polizei.

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von deutlich über 1,1 Promille. Ein Drogenschnelltest verlief ebenfalls positiv. Einen Führerschein hatte der 31-Jährige ebenfalls nicht mehr. Sein "Lappen" wurde ihm bereits vor einigen Jahren entzogen. Nach einer Blutentnahme und Wohnsitzüberprüfung wurde der Mann wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Sein Kleintransporter wurde sichergestellt. 

Die weiteren Ermittlungen ergaben außerdem, dass er bereits gegen 19 Uhr einen Unfall im Stadtgebiet München verursacht hatte. Dort betrug der Sachschaden etwa 5.000 Euro. Und auch in diesem Fall war der 31-Jährige einfach weitergefahren. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Gefährdung des Straßenverkehrs.

 

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