Im Interview verrät Schlagzeuger Marius von "Heisskalt", der Newcomer-Band aus dem Süden Stuttgarts, dass "Heisskalt" zur Zeit nicht viel Schlaf bekommt. Die Jungs sind auf Tour. Und dabei kommen sie auch zu uns. Sie freuen sich schon auf heißes Wetter und coole Drinks auf dem Pfingst-Open-Air in Salching von 6. bis 8. Juni. Die vier Jungs durften schon bei der Sendung "Circus Halligalli" auftreten, waren Vorband von Jennifer Rostock und auf den Festival-Bühnen von "Southside" und "Hurricane" unterwegs. Bald kommen sie auf die Mainstage nach Salching.

In "Nicht anders gewollt" fordert ihr ein Stück vom Kuchen. Wie schmeckt euch denn die Torte namens Erfolg?

Naja, von der "Torte namens Erfolg" durften wir ja bisher, wenn überhaupt, nur ein paar Krümel naschen. Schwer bekömmlich ist daran manchmal, dass man tatsächlich viel Zeit unterwegs und sehr wenig Zeit in seinem Bett verbringt.

Seit Mitte März seid ihr auf Tour, euer Auftritt auf dem Pfingst-Open-Air in Salching bildet quasi den Abschluss. Was habt ihr alles erlebt? Erwartet die Besucher jetzt das perfekte Konzert?

Die Tour war verrückt. Es war umwerfend, wie viele Menschen Abend für Abend den Weg zu unseren Shows gefunden und mit uns und unseren grandiosen Vorbands gefeiert haben. Wir sehen das Pfingst-Open-Air allerdings eher als einen der ersten Auftritte in der Festivalsaison. Von daher kann man sich auf eine Show voller unvorhersehbarer Missgeschicke einstellen. Aber wir mögen sowieso keine perfekten Konzerte. Je intuitiver wir agieren müssen, desto besser!

Eingängige harte Gitarrenmusik und deutsche Texte - manch einer nennt euch "die einzige Alternative für Anhänger dieser Musikrichtung zurzeit". Wer sind eure Vorbilder?

Wir wurden alle mit dem Hardcore und Post-Hardcore der Nuller-Jahre sozialisiert. Ich denke, dass man bis zum heutigen Tag hört, dass dort unsere Wurzeln liegen. Wir sprechen hier von Bands wie "Alexisonfire", "Underoath" oder "Norma Jean". Unsere heutigen Vorbilder stammen zum Großteil auch aus der Gitarrenmusik. Leute, über die wir immer wieder philosophieren, sind zum Beispiel Josh Homme oder Keith Buckley. Jedoch hat jeder von uns seine eigenen Vorlieben und Inspirationen. Manchmal kann ein Urlaub im Wald auch sehr inspirierend sein.

Eure erste Single "Hallo" ist eine Hymne an das Ausbrechen und Aufruf, den Moment zu leben. Was sollte man auf jeden Fall einmal im Leben gemacht haben - zum Beispiel auf eurem Konzert?

Wenn man es nicht sowieso schon lange getan hat: Handykamera weg und das Konzert mit eigenen Ohren, Augen und Tanzeinlagen erleben!

Am Samstag treten auch Bilderbuch, Bonaparte und K.I.Z. mit euch auf. Mit wem würdet ihr gerne mal zusammen einen Song machen und warum?

Naja, am liebsten musiziert man natürlich mit seinen Freunden, daher stehen Bands wie "Zen Zebra", "An Early Cascade" oder "City Light Thief" oben auf der Liste. Allerdings lernt man am besten von den Großen und Verrückten, deswegen würde ich gerne mal sehen wie Dave Grohl oder Kanye West Songs schreiben.

Was ist euch wichtiger, Melancholie oder Fröhlichkeit?

Im Leben: Fröhlichkeit. Aber manchmal ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen", deswegen ist es genauso wichtig, mit Melancholie umzugehen.

Was mögt ihr am liebsten "heiss" und was am liebsten "kalt"?

"Heiss" mögen wir das Wetter auf dem Pfingst-Open-Air, unseren Auftritt und unsere Mädels. "Kalt" mögen wir das Bier danach, das Schoko-Eis und den Jacky Cola, während wir uns dann K.I.Z. anschauen.