Handelsverband Bayern "FFP2-Masken sind nicht das neue Klopapier"

Seit Montag sind FFP2-Masken beim Einkaufen in bayerischen Geschäften Pflicht. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration

Die FFP2-Maskenpflicht ist in Bayern ohne größere Verwerfungen gestartet. Die allermeisten Menschen hielten sich am Montag an die neue Regelung und trugen beim Einkaufen Masken der Kategorie FFP2 oder höher, die einen deutlich höheren Schutz als Alltagsmasken bieten. Strikt durchgesetzt wurde die Pflicht allerdings noch nicht – für die erste Woche gilt eine Kulanzfrist.

"Wir hatten uns auf hitzige Diskussionen eingestellt, tatsächlich war es aber ein sehr ruhiger Auftakt", so Bernd Ohlmann, Pressesprecher des Handelsverbands Bayern. Vereinzelt habe es zwar Diskussionen mit Maskenverweigerern gegeben, von größeren Problemen sei ihm aber nichts bekannt. Die meisten Kunden seien bereits mit FFP2-Maske in die Märkte gekommen. Beim Umgang der Händler mit der Maskenpflicht gebe es ein geteiltes Bild, sagte Ohlmann. Manche wiesen die Kunden deutlich darauf hin, viele verkauften auch direkt die Masken. Manche betonten aber auch, dass die Überwachung der Maskenpflicht eine staatliche Aufgabe sei. Die Händler seien nicht die Polizei. Zudem würden bei Verstößen auch nicht die Märkte in die Pflicht genommen, sondern die Kunden. 

Der Handelsverband steht grundsätzlich hinter der Maskenpflicht. "Wir sehen sie als möglichen Türöffner für den Einzelhandel", so Ohlmann. Der Einzelhandel sei bisher kein Infektionstreiber gewesen und durch die FFP2-Maskenpflicht sei Einkaufen nun noch sicherer geworden. Deswegen müsse auch über schrittweise Öffnung weiterer Geschäfte nachgedacht werden. Die Versorgung mit FFP2-Masken sieht Ohlmann trotz gestiegener Nachfrage derzeit gewährleistet: "Keine Sorge, FFP2-Masken sind nicht das neue Klopapier."

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