«Hamburger Erklärung» Sportministerkonferenz will Sportpolitik aktiver gestalten

Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen, unterhält sich mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Foto: Jonas Walzberg/dpa

Der Sport soll in Zukunft in allen Politikfeldern stärker berücksichtigt werden. Das ist das Ergebnis der außerordentlichen Sportministerkonferenz in Hamburg.

Zum Abschluss des zweitägigen Treffen legten die Ressortchefinnen und -chefs der Länder im Beisein von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die "Hamburger Erklärung" vor.

Darin wird die aus ihrer Sicht herausragende Rolle des Sports für die Gesellschaft, die Demokratie, die Gesundheit und die Integration unter anderen von Geflüchteten wie aktuell aus der Ukraine betont. "Wir als Sportministerkonferenz haben klar den Anspruch formuliert, künftig aktiver und wahrnehmbarer Sportpolitik in Deutschland zu gestalten", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) als Gastgeber. Der Sport brauche jetzt das politische Gewicht.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sprach von einer "Neuausrichtung" der Sportministerkonferenz. Künftig will sich die Konferenz auch häufiger als bisher treffen. Anders als ihre Amtsvorgänger will Faeser auch regelmäßig dabei sein.

Auch als eine Konsequenz aus den Erfahrungen in zwei Jahren Corona-Pandemie soll der Sport ressortübergreifend und besser in staatliches Handeln und Planen einbezogen werden. Die Sportvereine und -organisationen waren seit 2020 von den Maßnahmen gegen die Pandemie besonders betroffen und mussten ihre Angebote runterfahren oder ganz einstellen. Dies hatte Auswirkungen auf die Mitgliederzahlen und das ehrenamtliche Engagement.

"Diese zwei Jahre waren sehr hart für den Sport. Jetzt wollen wir alles dafür tun, damit sich die Vereine schnell wieder davon erholen", sagte Bundesinnenministerin Faeser. Sie setzte sich dafür ein, "ein großartiges Re-Start-Programm auf den Weg zu bringen". Wie dieses Programm aussieht, ließ sie noch offen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading