"Habe mein Wort gegeben" Spahn: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nimmt seinen Mund- Nasenschutz ab. Er spricht sich gegen eine Impfpflicht aus. Foto: Kay Nietfeld/dpa/dpa

Viele Beschäftigte in Pflegeheimen wollen sich nicht impfen lassen, zu viele, findet Bayerns Ministerpräsident Söder. Er regt an, über eine Impfpflicht nachzudenken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erteilt dem eine Absage.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut eine Absage erteilt. "Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben. Und das gilt", sagte Spahn am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk.

Die Bundesregierung setze auf Argumente, Informationen und Vertrauen in den Impfstoff. Auch das Pflegepersonal in Deutschland wolle er mit Argumenten überzeugen. "Das ist übrigens auch die Wertschätzung, die Pflegekräfte in dieser Pandemie erwarten", sagte Spahn. Seit Monaten sagten alle, dass sie einen der schwersten Jobs in der Pandemie hätten. "Ich finde, dann sollten wir auch mit ihnen über das Impfen reden", so der CDU-Politiker vor einer Regierungserklärung im Bundestag, die für Mittwochmittag geplant war.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen gefordert. Der deutsche Ethikrat müsse sich damit beschäftigen, sagte er im ZDF und der "Süddeutschen Zeitung".

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