Gute Zahlen trotz Corona Ostbayerns Ausbaugewerbe im zweiten Quartal 2020 im Plus

Das Ausbaugewerbe in Ostbayern ist von April bis Juli anscheinend gut durch die Corona-Krise gekommen. Das geht aus einer aktuellen Pressemeldung des Landesamts für Statistik (LfStat) hervor. Die Beschäftigung im Sektor lag demnach in der Region um rund 3,5 Prozent, der Umsatz um mehr als acht Prozent über Vorjahresniveau.

In fast allen Regierungsbezirken Bayerns verzeichneten die Betriebe, die beispielsweise in Haus- und Straßenbau, Zimmerei, Gerüstbau oder Dachdeckerei tätig sind, im ersten Quartal 2020 ein Umsatzplus gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2019. In Niederbayern wurden dabei laut Statistik etwa 470 Millionen Euro oder 6,6 Prozent mehr erwirtschaftet, in der Oberpfalz rund 312 Millionen - das ist ein Plus von 10,5 Prozent. In Oberbayern betrug der Zuwachs mehr als 1,3 Milliarden Euro oder 8,6 Prozent. Dabei waren in Niederbayern laut LfStat Ende Juni knapp 14.000 Menschen im Ausbaugewerbe beschäftigt – 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Oberpfalz arbeiteten mit etwa 10.500 rund 2,5 Prozent mehr Menschen in Ausbaubetrieben als im Vorjahreszeitraum und in Oberbayern wuchs die Zahl der Beschäftigten um etwa vier Prozent auf knapp 39.000.

Höheres Arbeitspensum und mehr Lohn

Weil es mehr Beschäftigte gab, wurde im bayerischen Ausbaugewerbe auch mehr gearbeitet als vor Jahresfrist: Das im Wirtschaftssektor geleistete Arbeitspensum im zweiten Vierteljahr 2020 lag bayernweit mit insgesamt 34,4 Millionen Arbeitsstunden knapp drei Prozent über Vorjahresniveau. Im Regierungsbezirk Niederbayern wuchs das Arbeitspensum dabei um fast fünf Prozent, in Oberbayern um 4,3 und in der Oberpfalz um 1,5 Prozent. In Niederbayern wurde dafür im zweiten Quartal 2020 mit rund 118 Millionen Euro etwa sechs Prozent mehr Lohn gezahlt als im Vorjahreszeitraum, in Oberbayern rund 363 Millionen Euro (plus 5,6 Prozent) und in der Oberpfalz 85 Millionen (plus 3,7 Prozent). 

Zahl der Ausbaubetriebe in Bayern gewachsen

Laut LfStat gab es in ganz Bayern Ende Juni 2020 insgesamt 4.290 ausbaugewerbliche Betriebe, in denen rund 113.000 Menschen arbeiteten. Damit stieg die Zahl der Betriebe verglichen mit Juni 2019 um 2,5 Prozent, die der Beschäftigten um knapp drei Prozent. Der erwirtschaftete Umsatz lag im zweiten Quartal 2020 bei etwa 3,65 Milliarden Euro – acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von April bis Juli 2020 wurden 34,4 Millionen Arbeitsstunden im bayerischen Ausbaugewerbe geleistet und dafür von den Betrieben rund 958 Millionen Euro Lohn gezahlt. Das bedeutet einen Anstieg von knapp drei Prozent bei den Arbeitsstunden und etwa 4,5 Prozent bei den Entgelten gegenüber dem zweiten Quartal 2019.

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