Gutachten der Wirtschaftsweisen Corona-Schock nicht so schlimm wie befürchtet?

, aktualisiert am 10.11.2020 - 15:52 Uhr
In Deutschland und Europa sollen die Schornsteine bald wieder rauchen – die Wirtschaftsweisen prognostizieren laut Medienberichten, dass der Einbruch durch die Corona-Krise weniger schlimm ausfällt, als der durch die Finanzkrise 2008. (Symbolbild) Foto: AP/dpa

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des zweiten Lockdowns in Deutschland gestalten sich anscheinend weniger dramatisch, als zunächst befürchtet. Das will die Süddeutsche Zeitung aus dem aktuellen Gutachten der Wirtschaftsweisen erfahren haben. Das Gutachten wird am Mittwoch offiziell vorgestellt.

Die deutsche Wirtschaft soll in diesem Jahr um insgesamt 5,1 Prozent schrumpfen. Damit wäre der Einbruch geringer als jener in Folge der großen Finanzmarktkrise 2008. Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung steht das im Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen, das am Mittwoch offiziell vorgelegt wird. Der Zeitung liegt eigenen Angaben zufolge das Gutachten bereits vor.

Insgesamt schlage das Gutachten gegenüber der Politik einen versöhnlicheren Ton an als seine Vorgänger. Die Regierung habe die Wirtschaftsleistung durch das Konjunkturpaket in diesem und im kommenden Jahr zusammen um 1,1 bis zwei Prozent gesteigert, berichtet die SZ unter Verweis auf das Gutachten des Sachverständigenrats.

Die Rettung für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist nach Ansicht des Sachverständigenrats China, in dem die Konjunktur bereits wieder Fahrt aufgenommen habe. Im Euro-Raum soll die Wirtschaft nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen 2020 um sieben Prozent schrumpfen, bevor sie 2021 wieder um etwa fünf Prozent zulegen werde. Das bundesdeutsche Wirtschaftswachstum prognostizieren die Wirtschafts-Sachverständigen auf 3,7 Prozent.

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