Alle reden von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Seit Jahren praktiziert werden diese drei Ideale auf dem Gelände des Straubinger Klärwerks an der Imhoffstraße. Hier wird jede Menge schmutziges Wasser gereinigt und aus dem dabei anfallenden Schlamm soviel Energie gewonnen, dass der ehemals größte Energieverbraucher der Stadt sogar Strom ins öffentliche Netz einspeisen kann.

Das Klärwerk gilt in Fachkreisen seit Jahrzehnten als bayernweiter Vorzeigebetrieb. Die BSE-Krise vor 20 Jahren hat diesen Prozess weiter beschleunigt. Weil Klärschlamm nicht mehr als Dünger auf den Feldern der Landwirte verwendet werden durfte, suchten die Mitarbeiter des Klärwerks nach neuen Lösungen und so entstand das "Straubinger Modell", bei dem 27 Landkreisgemeinden ihren Klärschlamm nach Straubing zur Weiterverarbeitung bringen.