Großveranstaltungen Veranstalter fordern Klarheit beim Verbot

Großveranstaltungen wie "Rock im Park" sind bereits sicher abgesagt – die Veranstalter wünschen sich aber noch eindeutigere Ansagen. (Symbolbild) Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Veranstaltungsbranche fordert von der Politik Klarheit zum weiteren Vorgehen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen. Hintergrund ist die Vereinbarung von Bund und Ländern, dass wegen der Corona-Krise alle Großveranstaltungen bis Ende August untersagt bleiben sollen.

Bisher sei nur in Ausnahmefällen klar, was seitens der Bundesländer als Großveranstaltung betrachtet werde, kritisierte der geschäftsführende Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungsbesucher (BDKV), Jens Michow. Man bitte alle Landesregierungen nachdrücklich um klare Vorgaben. "Nur so wird es möglich sein, weitere Schäden auf Seiten aller Veranstaltungsbeteiligten zu vermeiden." Nach BDKV-Angaben wurden alle großen Sommerfestivals und auch viele andere Veranstaltungen bereits abgesagt. "Wir müssen aber dringend erfahren, welche der vielen kleineren Veranstaltungen, die für die kommenden Monaten bereits seit langem geplant sind, stattfinden dürfen und welche Hygiene-Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen", erklärte Michow. Künstlern und Karteninhabern sei nicht zuzumuten, erst kurz vorher zu erfahren, ob etwas stattfinde oder nicht.

"Es mangelt uns keineswegs an dem Verständnis für die Notwendigkeit der Absage von Veranstaltungen. Aber wir bitten um Verständnis, dass wir Veranstaltungen nur absagen können, wenn es in jeder Beziehung klare und eindeutige behördliche Anordnungen gibt", unterstrich er. Dem BDKV gehören nach eigener Aussage nahezu alle deutschen Veranstaltungsunternehmen an.

Derzeit würden mehr als 155 000 Live-Veranstaltungen in Deutschland und Europa verschoben, hieß es am Samstag auf Nachfrage bei Europas führendem Ticket- und Live-Entertainment-Unternehmen Eventim. Bei einer sechsmonatigen Dauer der Maßnahmen sei nach aktuellen Berechnungen von Umsatzeinbußen von mehr als fünf Milliarden Euro für die Veranstaltungswirtschaft auszugehen, teilte ein Sprecher mit.

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