Großkontrolle der Polizei Ein Wheelie, abgefahrene Reifen und andere Delikte

Die Autotuner-Szene war im Visier der Polizei. Foto: dpa

Kunststücke auf dem Motorrad, abgefahrene Reifen, illegale Umbauten und noch vieles mehr ist der Polizei im Rahmen einer Großkontrolle am Freitag im Landkreis Regen aufgefallen. Ziel der Aktion der Polizeiinspektionen Regen, Viechtach und Zwiesel war die Tunerszene - und die Beamten hatten viel Arbeit damit.

Die Kontrolle habe gezeigt, "dass auch bei  uns in der Region Kraftfahrzeuge unterwegs sind, die teils erhebliche Verkehrsgefährdung darstellen", heißt es im Bericht der Polizei. 

Im Verlauf der Kontrollen wurden insgesamt 150 Autos und etwa 50 Krafträder kontrolliert. Bei insgesamt 27 Fahrzeugen wurden derart schwerwiegende Manipulationen festgestellt, dass die Betriebserlaubnis erloschen ist.

Vier Fahrzeugen mit besonders gravierenden Mängeln wurde die Weiterfahrt untersagt und sie müssen die Beseitigung dieser durch den TÜV nachweisen, bevor die Betriebserlaubnis wieder erteilt werden kann. Es wurden unter anderem Mängel an Abgasanlagen, Endschalldämpfer, Luftfilter, Rad-/Reifenkombinationen, Fahrwerke, Turbolader, Lenkrad, Überrollkäfig und nicht zugelassene Beleuchtungseinrichtungen festgestellt.

 Zusätzlich mussten auch noch etliche Ausrüstungsverstöße geahndet werden oder es wurden den Fahrern Mitteilungen über Fahrzeugmängel ausgestellt. Dabei handelte es sich um fehlende Außenspiegel, Rückstrahler, Rückleuchten, Blinker und beschädigte Reifen. An je einem Auto und Motorrad waren Reifen mit nicht ausreichender Profiltiefe montiert - Bußgeld und ein Punkt sind die Folge.

Aber auch Verhaltensverstöße wurden festgestellt. Drei Fahrer hatten den erforderlichen Sicherheitsgurt nicht angelegt und viermal wurde während der Fahrt das Handy benutzt. Vier weitere Personen wurden belangt, weil sie Andere durch unnötiges Hin- und Herfahren belästigten, einmal wurde die unzureichende Ladungssicherung geahndet.

In Viechtach wurde bei einem kontrollierten Alkoholkonsum festgestellt. Der Fahrer muss mit einem Bußgeld und einem Fahrverbot rechnen - der festgestellte Atemalkoholwert lag noch im Ordnungswidrigkeitenbereich.

Ein Kradfahrer in Regen hatte sein Kennzeichenschild so nach oben gebogen, dass es kaum mehr lesbar war, was ihm eine Anzeige wegen Kennzeichen- missbrauchs einbrachte. In Zwiesel fiel bei einem Kontrollierten ein illegal verbautes Blaulicht auf. Besonders einfallsreich war ein Kradfahrer in Regen, der unmittelbar vor der Kontrollstelle der Polizei mit seinem Krad zum „Wheelie“ ansetzte und auf diese Weise etwa 100 Meter in Richtung Innenstadt weiterfuhr. Dort wurde er kurz darauf von einer weiteren Polizeistreife angehalten. Pech für ihn war nur, dass sein Hinterreifen diese Fahrweise nicht besonders gut weggesteckt hat - das Reifenprofil war nicht mehr ausreichend, so dass ihn jetzt auch dafür ein Bußgeld und ein Punkt erwartet. Derartige Kunststücke haben auf öffentlichen Straßen nichts zu suchen, weil dadurch andere Verkehrsteilnehmer akut gefährdet werden.

Fazit der Polizei: "Insgesamt zeigt dieses doch äußerst bedenkliche Ergebnis, dass auch in unserer Region die Tuningszene bereits erhebliche Ausmaße angenommen hat und sich aus polizeilicher Sicht weiterer Kontrollbedarf ergibt."

 

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