Großes Abschiedsspiel Der Dauerbrenner: Billy Trew sagt Servus

Mit seiner positiven Art, aber vor allem durch eine durch und durch professionelle Einstellung hat es Billy Trew in seinem Sport weiter gebracht als viele andere. Im gesegneten Eishockey-Alter von 45 Jahren ist es nun trotzdem an der Zeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Foto: Schindler

Torjäger, Teamplayer, Familienmensch: Die (fast) unendliche Geschichte des Kanadiers, der einst nach Deutschland kam, um Eishockey zu spielen - und in Niederbayern eine zweite Heimat fand.

Zwölf Jahre am Stück lief Billy Trew im Straubinger Trikot auf. Am heutigen Samstag hat er seinen letzten großen Auftritt als Aktiver - und mit dabei sind jede Menge Weggefährten aus 19 Spielzeiten im deutschen Eishockey. Der 45-Jährige darf zu Recht stolz sein auf das Erreichte, denn er schrieb eine Geschichte, die es so wohl kein zweites Mal im deutschen Eishockey gibt. Als junger Abenteurer in Europa gestrandet, mit ein und dem selbem Club von der Oberliga bis in die DEL durchgestartet und am Ende als echter Straubinger in Niederbayern heimisch geworden: Billy Trew. Ein einzigartiger Weg, ein Profi mit dem gewissen Etwas und eine Straubinger Legende mit vielen Facetten.

Der Torjäger

Mit Billy Trew verbinden die Eishockeyfans in Straubing, aber auch in Landshut und Regensburg, zwangsläufig eines: Tore, Tore, Tore! 70 Treffer in der DEL, 264 in Liga zwei und 108 Tore in der Oberliga. Und der inzwischen 45-Jährige sagt mit einem breiten Grinsen im Gesicht: "Ich glaube, ich hätte auch heuer noch zehn Tore für Straubing in der DEL erzielen können. Wenn ich topfit bin, versteht sich - das bin ich jetzt nicht." Warum fiel es dem Rechtsschützen immer so leicht, die gegnerischen Torhüter zu überwinden - während sich viele andere so schwer tun? "Zum Toreschießen musst du den freien Platz auf dem Eis finden. Und es ist eine Sache des Timings", erklärt er. Aber den entscheidenden Tipp bekam Trew schon von seinem Vater. "Als ich als Kind aus dem Auto ausgestiegen bin vor den Spielen, hat er immer gesagt: Geh zum Tor!" Und das hat Trew gemacht, immer und immer wieder und ohne Rücksicht auf Verluste. "Viele Spieler wollen gar nicht zum Tor, weil das weh tut", weiß der in Straubing heimisch gewordene Kanadier über die harte Arbeit als Stürmer im Slot zu berichten. Das fiel ihm besonders in der Oberliga auf: "Ich war überrascht über das vorhandene Talent; alle dort können laufen, schießen und sind fit - aber keiner will zum Tor gehen." Anders Billy Trew, und deshalb traf er nach Belieben - in jeder Liga. "Klar, ist das auch Talent, und ich unterschätze mein eigenes Talent immer. Aber es ist auch Einstellungssache."

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