Größte Spielemesse der Welt Gamescom findet 2022 wieder statt

Die Besuchermassen der Gamescom sind legendär. Ob auch nach zwei Jahren Pandemie wieder so viele Leute durch die Hallen streifen werden? Foto: Oliver Berg/dpa

Den Besuchern wird ein Megafestival versprochen: Doch ob sich die Massen wie früher zur Gamescom kommen trauen?

Über 550 angemeldete Unternehmen, 27 Länderpavillons, Australien als Partnerland – auf den ersten Blick können sich die News der Gamescom sehen lassen. Die Spielemesse, die vor Corona von einem Megaergebnis zum nächsten spurtete, hat wie das gesamte Messegeschäft zwei schlimme Jahre hinter sich. Liveveranstaltungen waren zwar geplant, konnten aber letztlich wegen Corona nicht stattfinden. Stattdessen behalfen sich die Veranstalter mit einer virtuellen Gamescom, die zwar auch viele Fans anzog, aber längst nicht an das Spektakel der Gamescom vor Ort heranreichen konnte.

Gamescom startet am 24. August

Dieses Jahr soll vom 24. bis 28. August deshalb alles nachgeholt werden, was die Fans verpasst haben: Oliver Frese, Geschäftsführer und COO der Koelnmesse, und Felix Falk, Geschäftsführer des „game – Verband der deutschen Games-Branche“ betonen in ihren Statements, wie eng die Gamescom mit der Community verknüpft ist. Zusätzlich zu den üblichen Hallen soll es in diesem Jahr deshalb auch eine „Event Arena“ in der extra geöffneten Halle 6 geben, in der zahlreiche E-Sport-Turniere und Gamingevents stattfinden sollen. Als ein Highlight wird das Event zum Spiel „Metal: Hellsinger“ erwähnt, das Gaming und Musik auf einzigartige Weise zusammenbringen soll.

Nur: Selbst das beste Messekonzept zieht nicht, wenn die Aussteller nicht mitspielen. Hier betont Felix Falk, dass die Indie-Arena, in der kleinere Spiele gezeigt werden, der Merchandise-Bereich und eben die Event-Arena so gut gebucht sind wie nie zuvor. Er sagt allerdings auch, dass nicht alle großen Namen zur Gamescom kommen werden. Spitzenstudios wie Activision-Blizzard, Electronic Arts oder das Studio hinter „The Witcher“, CD Project Red, sind in diesem Jahr nicht dabei. Auch Sony und Nintendo haben abgesagt und zeigen sich nicht einmal dem Fachpublikum.

Microsoft ist mit seinen Xbox-Konsolen aber auf jeden Fall am Start, genauso wie die Hersteller Ubisoft („Assassin’s Creed“, „Far Cry“), Warner Brothers („Batman“) und Koch Media. Die Besucher bekommen also einiges geboten – aber eben nicht alles.

Konkurrenz Internet

Alles finden Gamer hingegen ausgerechnet an dem Ort, an den es die Gamescom die vergangenen zwei Jahre hinverschlagen hat: dem Internet. Schon länger präsentieren alle großen und viele kleine Hersteller ihre Neuheiten dort auf Streaming-Events, zu denen sich jeder hinzuschalten kann. Für Messen wie die Gamescom heißt das: Wer die neuesten Highlights und Ankündigungen seines Lieblingsherstellers sucht, spart sich unter Umständen viel Wartezeit und Geld für Anreise und Tickets, indem er einfach auf den nächsten Stream wartet. Verständlich also, dass die Gamescom in ihrer Außenpräsentation vor allem das Erlebnis auf dem Messegelände anpreist.

Neues Konzept für die Messe E3

Die Frage ist nur: Was macht die Gamescom, wenn bestimmte Aussteller und deren Fans der Messe dauerhaft fernbleiben? Das hat schon die große US-Gamingmesse Electronic Entertainment Expo (kurz: E3) ins Aus befördert. Ausgerechnet diese Messe soll nächstes Jahr aber wieder starten. Und zwar mit neuem Konzept, das den Gamer in den Mittelpunkt stellt. Daran versucht sich die Gamescom schon dieses Jahr. Die Besucherzahlen werden zeigen, ob das klappt.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

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