Gesundheit Wie viel Kaffee ist gesund?

Die Grundlage für den Kaffeegenuss – geröstete Bohnen. Foto: Marcus Brandt, dpa

Ohne Kaffee geht es nicht. Ob als Frühstücks-Ritual, To-go als Wachmacher oder gemütlich mit Freunden. Rund 160 Liter Kaffee trinken die Deutschen durchschnittlich pro Jahr. 80 Prozent trinken ihn täglich, 70 Prozent gern ohne Zucker, 90 Prozent vor allem zuhause - und vor allem frisch. Das verrät eine Studie des Deutschen Kaffeeverbandes. Obwohl immer öfter Einzelportionen in Form von Pads oder Kapseln verkauft werden, dominiert der klassische, gemahlene Filterkaffee den Verbrauch. Als ganze Bohne gelangt ein Viertel des Kaffees zum Verbraucher, Tendenz steigend.

Auch in Sachen Gesundheit punktet das Getränk: Moderater Kaffeekonsum wird als gesund angesehen. Je nach individueller Verträglichkeit dürfen laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich etwa vier Tassen davon getrunken werden, also rund ein halber Liter. Das enthaltene Koffein gilt als kurzfristiger Leistungssteigerer - es stand bis 2004 sogar auf der Dopingliste des Olympischen Komitees. Daher schlafen je nach Veranlagung manche nach Kaffeegenuss schlechter.

Lange lehrten Ernährungswissenschaftler, Kaffee entziehe dem Körper Flüssigkeit - dies gilt als überholt: Das enthaltene Koffein wirkt zwar kurzzeitig entwässernd, wenn insgesamt genügend Flüssigkeit getrunken wird, ist dies jedoch unerheblich. Auch bei Osteoporoserisiko - Koffein entzieht dem Knochen Calcium - erlauben Wissenschaftler drei bis vier Tassen pro Tag.

Einige Inhaltsstoffe weisen sogar antioxidative Wirkung auf, sie schützen Körperzellen vor freien Radikalen. Zudem wird Kaffee eine lindernde Wirkung bei Kopfschmerzen und Migräne attestiert. Untersuchungen zeigen einen positiven Einfluss bei Darmkrebs, Tinnitus, Melanomen und Alzheimer.

Säuren, Bitterstoffe und über 800 natürliche Aromastoffe sind für den typischen Kaffeegeschmack verantwortlich. Davon bleiben einige Stoffe wie Cafestol und Kahweol im Papierfilter oder Pad hängen und werden daher bei zu hohem Cholesterinspiegel eher empfohlen als andere Zubereitungsarten.

 
 

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