Gestiegene Preise

Bundesregierung für europäische Abstimmung bei Energiekosten


Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung. Die steigenden Energiekosten machen Privathaushalten und Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen.

Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung. Die steigenden Energiekosten machen Privathaushalten und Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen.

Von mit Material der dpa

Die Bundesregierung will sich über mögliche Schritte gegen stark gestiegene Energiepreise mit den europäischen Partnern abstimmen.

"Es ist wichtig, europaweit koordiniert und innerhalb der geltenden Regeln für den EU-Binnenmarkt zu agieren", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Freitag in Berlin. Die Energiepreise und kurzfristige Handlungsmöglichkeiten würden auch beim EU-Gipfel in der nächsten Woche eine Rolle spielen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teile die Sorge über steigende Preise für Strom, Gas und Benzin und fühle mit den betroffenen Menschen, sagte Fietz. Die Bezahlbarkeit von Energie sei ein zentrales Anliegen der Regierung. Sie verwies auf bereits beschlossene Maßnahmen wie eine Erhöhung der Pendlerpauschale, eine Senkung der Umlage für die Förderung von Ökostrom und die Erhöhung des Wohngelds.

Das Bauministerium erläuterte, das Wohngeld sei in dieser Wahlperiode drei Mal erhöht worden - zuletzt mit der Einführung einer Komponente für Kohlendioxid (CO2) zum 1. Januar 2022, von der 656 000 Haushalte profitieren würden. Erstmals sei zudem eine regelmäßige Dynamisierung des Wohngelds eingeführt worden, das nun alle zwei Jahre mit Blick auf steigende Lebenshaltungskosten angepasst werden solle.