Germanisches Nationalmuseum Medizin und Handwerk: Ausstellungsteil neu konzipiert

Die lange Tradition, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten von Handwerk und Medizin hebt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg in einem neuen Teil seiner Dauerausstellung hervor. "Beide trugen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei und beide waren getrieben von einem großen Drang nach Innovation und Fortschritt", teilte Museumsdirektor Daniel Hess am Dienstag mit. Deutschlands größtes kulturhistorisches Museum wird die Abteilung nun wieder eröffnen, nachdem es diese umgebaut, saniert und neu konzipiert hat.

Ab Donnerstag können Besucherinnen und Besucher dort handwerkliche Geräte und medizinische Instrumente aus dem frühen 16. Jahrhundert bis Ende des 19. Jahrhunderts wieder betrachten. Zu sehen sind rund 700 Exponate. Eins der ältesten ist ein kostbarer Becher der Schneiderhandwerker aus dem Jahr 1586 in Form eines Fingerhuts, der dem Museum zufolge die Kunstfertigkeit der Metallhandwerker zeigt. Wer die Ausstellung betritt, passiert einen alten Schlosserbaum, der die Reisebewegungen der Gesellen auf der Walz bezeugt. Diese mussten in den Balken einen Nagel schlagen, wenn sie an ihm vorbeikamen.

In der Medizin-Abteilung sind unter anderem ein Hebammenkoffer, verschiedene Geburts- und Zahnzangen sowie Prothesen ausgestellt. Eine Besonderheit ist ein chirurgisches Wundnahtmuster aus dem frühen 18. Jahrhundert, von denen weltweit nur noch fünf nach Angaben des Museums erhalten sind. Drei davon befinden sich in der Sammlung in Nürnberg. Den Abschluss bilden zwei historische Apotheken mit Rezepturtisch, Waage, Mörser und Rezeptbüchern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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