Gerichtsprozess Drogenschmuggel-Prozess: Langjährige Haftstrafen gefordert

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

In einem Prozess um den Schmuggel großer Mengen Amphetamin-Tabletten aus illegalen Drogenlabors im Ausland haben die Verteidiger der beiden Angeklagten auf Haftstrafen von sechseinhalb und sieben Jahren plädiert. Damit blieben sie am Montag vor dem Landgericht Regensburg unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Der Ankläger hatte achteinhalb und neun Jahre Haft als angemessen gesehen.

Es geht um bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Zu Prozessbeginn hatten die beiden Angeklagten noch geschwiegen, später gaben sie die Vorwürfe zumindest teilweise zu. Das Urteil ist für 21. Oktober vorgesehen.

Die Tabletten sollen in Drogenlabors im Libanon oder in der Türkei hergestellt worden sein und wie das nicht mehr legal produzierte Medikament Captagon ausgesehen haben. Tatsächlich enthielten die Tabletten statt Fenetyllin den Wirkstoff Amphetamin. Sowohl Staatsanwalt wie auch Verteidiger gingen davon aus, dass dies die Angeklagten nicht gewusst hatten.

Aufgabe der beiden Syrer soll es gewesen sein, die Tabletten in einer in Niederbayern angemieteten Lagerhalle in anderer Ware zu verstecken und zu tarnen, sie per Lastwagen nach Hamburg oder Bremerhaven zu bringen und von dort in Richtung Saudi-Arabien zu verschiffen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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