Gemütlichkeit und Wärme Was es beim Heizen mit Holz zu beachten gilt

Die angenehmste Art zu heizen: Kaminfeuer. (Symbolbild) Foto: Pixabay

Die steigenden Preise von Öl und Gas haben dazu geführt, dass immer mehr Niederbayern ihre stillgelegten Kamine aktivieren und wieder mit Holz heizen. Das Knistern des Holzfeuers, das sanfte Flackern der Flammen und die angenehme Wärmeabstrahlung erzeugen eine heimelige Atmosphäre. Doch es gibt auch Einiges zu beachten.

Zunächst gilt es, möglichst moderne und den aktuellen Vorgaben entsprechende Öfen zu verwenden. Dies empfiehlt sich nicht nur aus Umweltaspekten, auch sicherheitsrelevante Gesichtspunkte sind zu beachten. Dabei können zum Beispiel Kaminkehrer und Fachhandel weiterhelfen.

Zudem sollte das Holz trocken genug sein. „Daher darf nie frisch geschlagenes Holz verbrannt werden“, teilte die Stadt Landshut Anfang Oktober schriftlich mit. „Es muss ein oder mehrere Jahre trocknen. Das ist gesetzlich geregelt: Es darf nur Holz verbrannt werden, dessen Wassergehalt bei maximal 20 Prozent beziehungsweise dessen Feuchtegehalt bei rund 25 Prozent liegt.“ Zu feuchtes Holz verbrenne nicht vollständig.

Ebenso sei darauf zu achten, dass keine Abfälle oder lackiertes Holz verbrannt werden. Doch guter Brennstoff allein reicht nicht aus. Man muss auch beim Anheizen einiges beachten.

„Es sollten möglichst schnell hohe Temperaturen entstehen. Das gelingt mit dünn gespaltenem Holz oder handelsüblichen Anzündern“, so die Stadt Landshut weiter. „Zudem muss der Ofenraum viel Sauerstoff erhalten, denn zu wenig Luft führt zu unvollständiger Verbrennung. Daher raten Experten, die Öffnungen für die Luftzufuhr beim Entzünden maximal zu öffnen. Erst wenn sich ein Glutbett gebildet hat, sollten größere Scheite oder Briketts nachgelegt werden.“ Wenn das Feuer dann mit „richtigem Flammenbild“ brennt, könne die Luftzufuhr wieder gedrosselt werden.

Wird die Temperatur im Brennraum nämlich zu heiß, reduziert sich der Wirkungsgrad des Ofens wieder und es entstehen mehr Emissionen.

Beim Heizen mit Holz gilt also:

  • Guter Ofen, regelmäßig gewartet
  • Hochwertiges Brenngut
  • Anfangs hohe Luftzufuhr, später gegebenenfalls reduzieren

Wenn man auf diese Aspekte achtet, steht einer warmen Stube nichts mehr im Weg. Und man kann es sich mit seinen Lieben vor dem knisternden Holzfeuer bequem machen, ohne direkt von Heizöl- und Gaspreisen abhängig zu sein.

Dieser Artikel stammt aus dem NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 13.

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