Die Gemeinden sind gemäß Baugesetzbuch dazu verpflichtet, sparsam mit Grund und Boden umzugehen. Für die Schaffung von Wohnungen sind dabei zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen die Möglichkeiten der Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen. Auch nach dem Landesentwicklungsplan müssen die Gemeinden die vorhandenen Potenziale der Innenentwicklung in den Siedlungsgebieten vorrangig nutzen.

Im Zuge der Bebauungsplanänderung für das Baugebiet "Östlich Strogenflutkanal II, 1. Bauabschnitt", der ein Antrag auf Errichtung einer dritten Wohneinheit durch Anbau an das bestehende Wohnhaus vorausgegangen war, hat die Gemeinde Langenpreising deshalb umfassend geprüft, ob eine Nachverdichtung möglich und vertretbar ist. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erörterte Architekt Franz Pezold nunmehr die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. "Bei einem über 30 Jahre alten Bebauungsplan ist diese Prüfung sinnvoll und im Hinblick auf die Pflicht zum Flächensparen auch angebracht", formulierte Pezold. Die Behördenliste war relativ kurz und daher schnell abgearbeitet.