Gelungene Premiere für den Koch aus Niederbayern Lucki Maurer bezwingt Tim Mälzer bei "Kitchen Impossible"

Wichtiger Teil der Show ist der gemeinsame Rückblick der beiden Kontrahenten auf die Aufgaben. Hier erfuhr Lucki Maurer auch, wie viele Punkte er abgeräumt hat und wer gewonnen hat. Foto: Benjamin Donath

Gelungene Premiere für den "Fleischpapst" Lucki Maurer aus Rattenberg (Kreis Straubing-Bogen) am Sonntagabend bei "Kitchen Impossible". Im Koch-Duell bezwang er direkt den Hausherren und seinen "Freund fürs Leben", Tim Mälzer.

Es war eine enge Kiste zwischen Tim Mälzer und Lucki Maurer. Beide gaben alles in der Küche. Am Ende setzte sich der Niederbayer aber bei seiner ersten Teilnahme in der TV-Show mit einem Punkteschnitt von 11,9 zu 11,5 durch. Anders als gewohnt, wurden die beiden Köche diesmal nicht in teils ferne Länder geschickt, um dort exotische Gerichte nachzuzaubern. Wegen der Corona-Pandemie ist dies in der aktuellen Staffel von "Kitchen Impossible" erstmals nicht möglich. Daher mussten sich Mälzer und Maurer also jeweils Koch-Herausforderungen in Deutschland stellen. 

Lucki Maurer schickte Tim Mälzer dabei sogar beide Male nach Bayern. Für den Niederbayern dagegen ging es zunächst nach Schleswig-Holstein und dann nach Hessen. Wie TV-Gastgeber Tim Mälzer selbst sagte, stellte Maurer die gemeinsame Freundschaft schon bei der ersten Aufgabe direkt auf eine harte Probe. Denn Mälzer musste im "Stoi", dem Restaurant von Lucki Maurer in Rattenberg, ein Gericht des "Fleischpapstes" nachkochen. Und dabei hatte er so einige Probleme. Vor allem mit der Konsistenz der Böhmischen Knödel. 

Maurer dagegen hatte seine erste Aufgabe unwissend bereits vorhergesagt, als er in Schleswig-Holstein ankam. Dort prognostizierte er noch: "Der Mälzer wird ja wohl nicht so blöd sein und mich Aalsuppe oder Labskaus kochen lassen. Denn das kann ich, obwohl ich aus Niederbayern bin." Tatsächlich wurde es am Ende beides - er musste sowohl Aalsuppe als auch Labskaus nachkochen. Diese Aufgabe bestand Maurer jedoch sehr souverän, wobei er beim Labskaus fälschlicherweise auf Corned Beef als Fleischinhalt setzte - laut dem Originalkoch im "Der kleine Heinrich" in Glückstadt "in unserer Gegend absolut verpönt". 

Mit der zweiten Aufgabe schickte Lucki Maurer seinen Freund Tim Mälzer in die Nähe von Kulmbach in Franken. Und damit gleichzeitig in die Champions League gehobener Küche. Er schickte ihn zu niemand geringerem als Heiko Antoniewicz, mit dem Lucki Maurer bereits zwei gemeinsame Bücher verfasst hat. Mit herkömmlichem Kochen hat die Aufgabe bei Heiko Antoniewicz freilich nicht mehr allzu viel zu tun. Stattdessen wird dort viel mit Texturen und Geschmackskombinationen experimentiert. "Alles von der Zwetschge" heißt das Gericht. Und dafür braucht es dann auch unter anderem das Holz eines Zwetschgenbaumes und sogar Moos. Und obendrein noch Tim Mälzers "Lieblingszutat" Agar Agar. "Damit habt ihr mich gebrochen!", gab Mälzer dann auch unumwunden zu. Trotzdem schnitt er ganz passabel ab. 

Die Voraussetzung vor Lucki Maurer's letzter Aufgabe in Hessen war also klar: er brauchte dort mindestens einen Punkteschnitt von 5,1, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Konkret ging es für Lucki Maurer diesmal nach Hessen. Aber nicht etwa, um dort klassische hessische Gerichte nachzukochen, sondern ein koreanisches Menü. Und das hatte es buchstäblich in sich. Denn Tim Mälzer hatte den niederbayerischen Koch schon im Vorfeld gewarnt, dass er ihn auf den "Highway to Hell's Kitchen" schickt. Es wurde feurig-scharf. Und genau damit hatte Lucki Maurer seine liebe Mühe und Not. Schon bei der Verkostung saß er schwitzend und mit hoch-rotem Kopf da und ächzte: "Oida! Is des scharf!" Darin bestand dann für ihn vor allem auch die Schwierigkeit, weil er laut eigenem Bekunden nie scharf isst. Umso schwieriger gestaltete sich die Aufgabe für ihn, die jeweiligen Nuancen noch herauszuschmecken. Doch am Ende meisterte er auch dieses koreanische Menü zwischen Kimchi und Sepia-Salat und brachte es insgesamt auf einen Punkteschnitt von 11,9. Das reichte zum Sieg bei seiner ersten Teilnahme an "Kitchen Impossible". Mälzer und Maurer nahmen es sportlich. Nach der fairen Gratulation stand für beide fest: "Freunde fürs Leben!"

 

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