Gefälschte Impfpässe in Niederbayern Kripo ermittelt gegen mehrere Personen

Impfpässe sind heiß begehrte Fälscherware geworden. Foto: E. Geiling-Plötz

Seit mehreren Wochen stellen Beamte der Polizei Niederbayern immer wieder gefälschte Impfpässe fest - vermehrt, seitdem die 2G-Regel für den Besuch von einigen Freizeiteinrichtungen eingeführt wurde. Die Kripo Passau ermittelt nun gegen einige Personen, die sich einen digitalen Impfnachweis ausstellen lassen wollten.

Nach Angaben der Polizei Niederbayern hat eine 31-Jährige in Passau am 1. Dezember versucht, mit einem gefälschten Impfpass an einen digitalen Impfnachweis zu kommen. Das Apothekenpersonal bemerkte jedoch bald, dass es sich um eine Fälschung handelt und informierte die Polizei. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Zwei ähnliche Fälle haben sich ebenfalls in Passau abgespielt. Ende November versuchte ein 59-Jähriger für sich und seine Tochtet einen digitalen Impfnachweis zu bekommen und Ende Dezember reiste ein Mann extra aus Österreich ein und versuchte sein Glück in einer Passauer Apotheke. In beiden Fällen erkannten die Beschäftigten die Fälschung und meldeten sie der Polizei. 

Zwei Personen festgenommen

Schon Ende November haben ein 37-Jähriger und eine 30-Jährige wiederum in Passau versucht, an einen digitalen Impfnachweis zu kommen. Das Apothekenpersonal informierte die Polizei, als es Unregelmäßigkeiten im Impfass festgestellt hatte. Die Beamten konnten schnell bestätigen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Beide wurden festgenommen. Zudem stellte sich heraus, dass die beiden keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Sie mussten daher eine hohe Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich hinterlegen. Die Kripo Passau hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Erst an diesem Mittwoch wollte ein 22-Jähriger in Eggenfelden mit einem gefälschten Impfpass einen digitalen Impfnachweis erhalten. Das Personal bemerkte die Fälschung und informierte die Polizei. Am Donnerstag hat die Polizei im Rahmen der Ermittlungen mehrere Wohnungen in Niederbayern und Oberbayern durchsucht und konnten Beweismittel bei vier Personen sicherstellen. 

Die Polizei weist darauf hin, dass das Fälschen von Impfpässen und die Nutzung dieser Pässe strafrechtlich verfolgt. Die Täter müssen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe rechnen. 

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