Seit 75 Jahren gibt es die Gedenkstätte in Mallersdorf-Pfaffenberg, die an 67 jüdische Opfer der Todesmärsche erinnert. Jeder der Toten, die einst auch hier beerdigt waren, wird durch einen Davidstern symbolisiert. Derzeit allerdings sind diese Sterne fort: Schüler aus dem Labertal kümmern sich in den nächsten Monaten um die Restaurierung.

Im April 1945 wurden die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald auf einen Gewaltmarsch in Richtung Süden geschickt. Viele von ihnen haben die Männer der SS unterwegs erschossen oder erschlagen, zahlreiche weitere Opfer starben an Entkräftung. Als der Todesmarsch am 27. April Oberlindhart erreichte, waren nur noch 158 der jungen Männer und Burschen übrig - und am Ende dieses Zuges marschierte ein "Bestattungskommando" mit Schaufel und Spaten.