Geburtsstatistik Babyboom am Straubinger Klinikum

Am Straubinger Klinikum Sankt Elisabeth werden immer mehr Babys zur Welt gebracht (Symbolbild). Foto: Arno Burgi/dpa

Im Jahr 2020 sind am Klinikum Sankt Elisabeth in Straubing mehr Kinder zur Welt gekommen als noch im Vorjahr. Dabei zählte das Krankenhaus deutlich mehr Jungen als Mädchen in seiner Geburtenstatistik.

Von einem Geburtenrekord 2020 spricht Dr. Carsten Scholz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Zahl der Entbindungen am Klinikum Straubing sei 2020 noch einmal deutlich von 793 (2019) auf 902 Straubinger Babys gestiegen. Das bedeute eine Zunahme von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 80 Prozent seit 2010.

Die geburtenstärksten Monate waren vergangenes Jahr Mai, Juni und Juli mit jeweils 90 bis 100 Säuglingen. Insgesamt erblickten 473 Jungen und 429 Mädchen 2020 im Klinikum das Licht der Welt. 2019 waren dagegen noch mehr Mädchen als Jungen im Straubinger Krankenhaus geboren worden.

Immer mehr Kaiserschnitte

Die Möglichkeiten der regionalen Anästhesieverfahren wurden Dr. Scholz zufolge erneut stark nachgefragt. So nutzten fast 40 Prozent der Gebärenden das Angebot, mit weniger Schmerzen aktiv am Geburtsgeschehen teilzunehmen. Die Zahl der Kaiserschnitte ist nach einem Rückgang 2019 (28 Prozent) wieder auf 34 Prozent angestiegen.

Viele Frauen hätten sich dabei bewusst für einen Wunschkaiserschnitt entschieden. „Dies entspricht dem allgemeinen nationalen und internationalen Trend, wenngleich diese seit Langem zu beobachtende Entwicklung durchaus auch kritisch bewertet werden kann“,  sagt Dr. Scholz.

Geburt während der Corona-Pandemie

Aufgrund der Pandemie wurden 2020 die Hygienestandards im Kreißsaal noch einmal erhöht. Bei stationärer Aufnahme werden nun laut Scholz alle Patientinnen sowie deren Partner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Mitarbeiter tragen im Kreißsaal außerdem eine komplette Schutzausrüstung. 

Zur Entbindung könne die Frau zwar weiterhin den Vater oder eine andere Begleitperson mitbringen. Seit Dezember 2020 sei es leider zumindest bis Ende Januar 2021 nicht mehr möglich, dass Mutter und Baby Besuch bekommen, auch nicht vom Vater. „Geht es den Frauen gut, verlassen sie daher das Klinikum relativ schnell, das heißt etwa zwei Tage nach der Entbindung“, berichtet Dr. Scholz.

Für werdende Mütter mit einer Corona-Infektion habe das Klinikum einen extra-Kreißsaal eingerichtet. Bislang habe es jedoch noch keinen derartigen Fall am Klinikum gegeben, so Scholz. Nach bisherigem Wissensstand sei eine Covid-19-Infektion keine besondere Gefahr für das Kind. Derzeit gebe es keine Hinweise auf Komplikationen bei der Geburt oder schwere Verläufe bei Säuglingen.

Geburtsvorbereitungskurse sind derzeit nur online möglich. Anmeldungen zur Entbindung sollten telefonisch im Kreißsaal erfolgen.

 
 
 

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