Gastgewerbe im Mai Lockerungen lassen Umsätze (langsam) wieder steigen

Zwar nur mit Maske, aber immerhin sind Restaurantbesuche wieder erlaubt: Das hat sich im Mai auch positiv auf die Umsätze des Gastgewerbes ausgewirkt. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa

Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Mai haben sich auch auf den Umsatz im Gastgewerbe ausgewirkt. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis). Vom "Normalzustand" früherer Jahre ist man aber nach wie vor weit entfernt. 

Die Zahlen klingen zunächst sehr ermutigend: Der Umsatz in Deutschlands Gastgewerbe ist laut destatis im Mai um 44,9 Prozent (preisbereinigt) im Vergleich zu April angestiegen. Ein Wert, der in normalen Zeiten jeden Wirt und Hotelbetreiber wohl vor Freude jubeln lassen würde. Allerdings lag das deutsche Gastgewerbe im April corona-bedingt fast völlig am Boden, der Umsatz nicht einmal bei einem Viertel des normalen Niveaus. Und so macht sich auch bei den aktuellen Zahlen schnell Ernüchterung breit: Denn trotz des kräftigen Anstiegs liegt der Umsatz noch immer 64 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In der Hotelbranche und anderen Beherbungsunternehmen ist es sogar noch schlimmer: Dort lagen die Umsätze im Mai ganze 80 Prozent unter den Werten des Vorjahres. 

Ursächlich waren hier laut destatis vor allem die geltenden Verbote von Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels. Auch Gaststätten wurden im März und April durch die Schließungen und Beschränkungen auf Abhol- und Lieferservices schwer getroffen. Zwischen dem 9. und 18. Mai wurden diese Regelungen aber nach und nach in allen Bundesländern gelockert. 

In Bayern war das Gastgewerbe besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik lag der Umsatz im Mai real 66,2 Prozent unter Vorjahresniveau. Die Zahl der Beschäftigten ging um mehr als ein Viertel (27,7 Prozent) zurück. Auch in Bayern waren Hotels und Herbergen mit am stärksten von den Einschränkungen betroffen. Hier nahm der Umsatz um ganze 84,2 Prozent ab. In der Gastronomie waren es 54,6 Prozent. 

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