Gaming-Tipp Um die Wette ernten mit dem Landwirtschafts-Simulator

Am Abend noch einmal schnell auf den Mähdrescher und ab aufs Feld. Diese ganz besondere Form der Entspannung ermöglichen Simulationen wie der „Landwirtschafts-Simulator“. Foto: Focus Home Interactive

Die Deutschen lieben ihre Simulationsspiele, allen voran Landwirtschafts-Simulatoren. Die sind mittlerweile sogar so beliebt, dass sie es in den eSport geschafft haben.

Keine Drachen, keine Außerirdischen, kein Grund, die Welt zu retten. Stattdessen ein Bus, ein Flugzeug oder ein Mähdrescher, hinter dessen Steuer man seine Runden dreht. Alternativ ein ganzer Bauernhof oder ein Flughafen, die gemanagt werden wollen. Auf den ersten Blick verursachen Simulationsspiele bei den meisten Zockern sehr viele Fragezeichen über dem Kopf. Was genau soll so spannend daran sein, nach Feierabend wieder in den Alltag zurückzukehren – nur als Computerspiel? Doch die Fans des Genres wissen, dass das manchmal noch viel entspannender sein kann als jede Monsterjagd oder Alien-Invasion. Deshalb sind Simulatoren nach wie vor vor allem bei den deutschen Spielern beliebt. Allen voran das Genre der Landwirtschaftssimulation.

Fahrzeuge kaufen, Felder bestellen

Bei Landwirtschaftssimulatoren geht es darum, einen Bauernhof aufzubauen und in einen florierenden landwirtschaftlichen Betrieb zu verwandeln. Der Spieler kann dazu Felder bestellen, Tiere züchten und durch deren Verkauf dafür sorgen, dass sein Bauernhof modern und ertragreich wird. Verstärkt wird das Gefühl, ein echter Landwirt zu sein, durch die zahlreichen Geräte und Fahrzeuge, die der Spieler im Spiel einkaufen kann. Bei den großen Vertretern des Genres besteht der Fuhrpark sogar aus lizenzierten Originalmodellen. Wer also schon immer einen Fendt-Traktor oder eine Grimme-Erntemaschine sein Eigen nennen wollte, hat hier zumindest virtuell die Möglichkeit.

Die riesigen Erntemaschinen zu meistern, macht auch einen großen Teil des Reizes dieser Spiele aus. Gemütlich tuckert der Spieler bei Sonnenuntergang über sein Feld und mäht präzise Reihe für Reihe ab, damit er auch ja nicht zu viel Sprit für diese Aufgabe ausgibt. Was der Spieler sonst noch machen kann und wie authentisch die Erfahrung ist, liegt an dem Simulator, den er sich gekauft hat. Die meisten greifen hier nach wie vor zum „Landwirtschafts-Simulator“. Das Spiel von Giants Software hat das Genre begründet und bietet bei Maschinen, Tierarten und Getreidesorten schier unzählige Möglichkeiten.

Im freien Spiel kann er nach belieben seinen Wunsch-Bauernhof aufbauen und bearbeiten. Das kann der Spieler allein oder im Multiplayer mit anderen Spielern. Dieser Modus hat auch zu einer der kuriosesten Anfragen der Fans geführt bei Giants Software, den Entwicklern des „Landwirtschafts-Simulators“. Sie wollten eine eSport-Liga, also die Möglichkeit, auch ganz offiziell um die Wette ernten zu können.

Die Entwickler nahmen die Anregung auf – seit dem Sommer kämpfen die Teams der „Farming Simulator League 19“ darum, möglichst viele Heuballen zu stapeln: darunter Teams von so illustren Landwirtschaftsmaschinen-Herstellern wie Krone, Horsch oder Lindner.

Simulationen: die Nachfolger der Modelleisenbahn

Hat man selbst einmal einen Landwirtschafts-Simulator ausprobiert, erkennt man schnell, worin das ganz besondere Spielvergnügen besteht. Geht es sonst beim Zocken ganz oft um Adrenalin, Wettkampf und Action, bieten Simulatoren-Spiele Entspannung pur. Ein bisschen sind die Simulatorenspiele von heute also die Nachfolger der Modelleisenbahn. Auch die war oft das perfekte Werkzeug, um nach einem harten Tag in einer kleinen, geregelten Modellwelt abzuschalten.

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