Gaming-Tipp Kleines Tablet ganz groß in „Kunai“

Nettes Detail: Je nachdem, was man macht, sieht das Gesicht von Tabby anders aus. Foto: Turtle Blaze

Im Metroidvania „Kunai“ kämpft ein kleiner Computer gegen den Untergang der Menschheit.

Was ist eigentlich ein Metroidvania-Game? Dieser Name taucht immer wieder in Spielebeschreibungen auf und stellt uneingeweihte Zocker vor ein Rätsel. Kennt man die beiden Spiele, die den Namen ergeben, wird aber einiges klar: „Castlevania“ und „Metroid“ waren beides Action-Games, in denen sich der Spieler durch eine labyrinthartige Karte manövrieren musste. Neue Fähigkeiten öffneten mehr und mehr Abschnitte der Karte, in denen einige Geheimnisse auf den Spieler warteten. Besonders bei kleineren Studios ist das Spielprinzip sehr beliebt. Es braucht nämlich keine hyperrealistische Grafik, damit ein Metroidvania Spaß macht. Aktuelles Beispiel dafür: das Spiel „Kunai“.

Darum geht’s: Nach dem Aufstand der Computer ist die Welt verwüstet und die Menschheit am Rande des Untergangs. Nur einer kann die Welt jetzt noch retten: Tabby, ein kleiner Tablet-Computer, der aber die Fähigkeiten entwickeln kann, sich gegen die Vorherrschaft der Computer aufzulehnen.

Das Besondere: Neben der Retro-Optik des Spiels ist es vor allem die Geschwindigkeit, die den Reiz von „Kunai“ ausmacht. Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, dass der Spieler die Wurfklingen, mit denen sich Tabby an so gut wie jeder Oberfläche entlanghangeln kann, sehr schnell bekommt und damit schon einiges erkunden kann. Auch haben die Entwickler von „Kunai“ die Teile des Spiels minimiert, in denen der Spieler in alte Gebiete zurückreisen muss, um dort neue Wege freizuspielen. In Metroidvania-Spielen gehört das eigentlich mit dazu, kann aber manchmal auch ganz schön nerven. Ganz verzichtet „Kunai“ auf diese Passagen natürlich nicht. So selten, wie sie eingesetzt werden, kommt aber keine Langeweile auf.

Fazit: Schräger Humor, ein niedlicher Hauptcharakter und tolle Action: „Kunai“ hat alles, was ein flottes Spiel für Zwischendurch braucht. Schön ist auch, dass es nicht nur am PC, sondern auch für die Nintendo Switch zu haben ist. So können Tabbys Abenteuer auch unterwegs gezockt werden. 

„Kunai“, Action-Plattformer, Turtle Blaze, erschienen für PC und Nintendo Switch, freigegeben ab zwölf Jahren.

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