Gaming-Tipp Ist "TemTem" ein Pokémon-Klon?

Niedliche Monster, die in einer bunten Welt gegeneinander kämpfen. Doch halt, das hier ist nicht „Pokémon“, sondern „TemTem“. Foto: Screenshots: Crema Games

Als Kickstarter-Projekt war „TemTem“ nur mäßig erfolgreich, dafür startet das Spiel jetzt durch.

Ein junger Held wird von seiner Mutter aufgeweckt und auf eine Reise geschickt. Die muss er aber zum Glück nicht alleine antreten, denn er darf sich ein niedliches Tier als Begleiter aussuchen. Und das beste: Da draußen laufen noch mehr von diesen Viechern herum, die man einsammeln und zu niedlichen kleinen Kampfmaschinen ausbilden kann.

Na, kommt dieser Einstieg bekannt vor? Nintendo-Fans werden jetzt laut „Pokémon“ rufen, aber das Spiel, von dem hier die Rede ist, hat einen anderen Namen. „TemTem“ vom spanischen Entwicklerstudio Crema Games ist vor Kurzem exklusiv für den PC herausgekommen und hat die Fans im Sturm erobert. Einige haben aber auch schon gescherzt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Nintendo die Spieleentwickler wegen Urheberrechtsverletzung anzeigt.

Das wird natürlich nicht passieren, denn zwischen „TemTem“ und „Pokémon“ gibt es genügend Unterschiede. Die Ähnlichkeiten sind aber nicht von der Hand zu weisen. In beiden Spielen gibt es junge Trainer, süße Monster, die man großziehen kann und eine Geschichte, die darum geht, die Welt zu erkunden und Einträge aller Monster zu bekommen.

Während der Kickstarter-Kampagne, mit der Crema Games Geld für die Spieleentwicklung sammelte, fiel auch mehrfach der Vergleich „wie Pokémon, nur für den PC“. Das ist auch eines der Hauptargumente, die für „TemTem“ sprechen. Wer „Pokémon“ spielen will, aber keine Nintendo-Konsole hat, hat nämlich bislang das Nachsehen. Vielleicht hat auch deshalb ein bestimmtes Ziel der Kickstarter-Kampagne nicht geklappt: Hätte es genügend Geld eingenommen, wäre das Crema-Games-Team dazu verpflichtet gewesen, „TemTem“ auch in einer Version für die Nintendo Switch herauszubringen. So ähnlich „TemTem“ und „Pokémon“ auf den ersten Blick auch sind, es gibt doch einige kleine Unterschiede, die dem Spiel einen eigenen Charakter verleihen. Am wichtigsten sind hier die Multiplayer-Elemente, die sich durch „TemTem“ ziehen. „Pokémon“ mag mittlerweile auch zu einem spannenden Mehrspielerspiel geworden sein, im Grunde kann man es aber auch ganz allein erleben.

Die kleinen Unterschiede geben „TemTem“ seinen Charakter

„TemTem“ hat sich dagegen einiges von Online-Rollenspielen wie „World of Warcraft“ abgeschaut. Andere Spieler sind ständig zu sehen und wer möchte, kann die Welt auch gemeinsam erkunden – muss es aber nicht. Dieses Prinzip wirkt sich auch auf die Kämpfe aus. Egal, ob man „TemTem“ alleine spielt oder mit einem Freund, die Kämpfe sind grundsätzlich zwei der niedlichen „TemTem“-Monster gegen zwei andere. Dadurch kann der Spieler Synergien zwischen den beiden Monstern aufbauen.

Apropos Kampfsystem: Die Entwickler haben versprochen, dass es in „TemTem“ keine Zufälle gibt. Der Spieler kann sich also immer darauf verlassen, dass die Effekte, die er mit seinen Angriffen auslösen will auch eintreffen. Das unterscheidet „TemTem“ ziemlich von „Pokémon“, wo beim Kampfsystem auch Zufall eine Rolle spielt. Schließlich gibt es auch ein paar feine Unterschiede beim Thema „Monster-Aufzucht“. Die gestaltet sich bei „TemTem“ komplexer als bei „Pokémon“.

Aktuell befindet sich „TemTem“ in einer sogenannten „Early Access“-Phase. Sprich, wer das Spiel jetzt kauft, hat zwar noch keine komplette Version und muss damit leben, dass weiter am Spiel entwickelt wird, er kann aber Feedback geben und bekommt das fertige Spiel als erstes. Bislang sind die Reaktionen der Spieler auch fast durchweg positiv. Nur einen Kritikpunkt gab es gerade am Anfang: Anscheinend waren die Entwickler nicht auf den Riesenerfolg ihres Spiels vorbereitet. Entsprechend brachen in den ersten Tagen die Spieleserver immer wieder zusammen.

„TemTem“, Crema Games, Strategiespiel, erhältlich für PC, keine Altersfreigabe, da noch in der „Early Access“-Phase.

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