Gaming-Tipp "Forced Abroad" ist eine Visual Novel zum zweiten Weltkrieg

Immer wieder hat der Spieler in „Forced Abroad“ die Möglichkeit, die Handlung zu beeinflussen. Foto: Paintbucket Games

Mit der Visual Novel „Forced Abroad – Tage eines Zwangsarbeiters“ zeigt das Studio Paintbucket Games eine andere Art, Geschichte zu erleben.

Mit gerade einmal 19 Jahren wird Jan kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten als Zwangsarbeiter eingezogen. Er erlebt Kriegsalltag und Hungerwinter und versucht, irgendwie am Leben zu bleiben. Ob ihm das gelingt und wie sein Leben unter diesen Umständen aussieht, zeigt „Forced Abroad – Tage eines Zwangsarbeiters“.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage: Der Zweite Weltkrieg als Spiel, muss das sein? Sicherlich nicht in der Form eines neuen Shooters oder eines anderen Actionspiels. Denn die überschwemmen seit Jahren den Markt. „Forced Abroad“ will auch nicht mit diesen Spielen gleichgesetzt werden. Das Projekt, das das NS-Dokumentationszentrum München zusammen mit Paintbucket Games umgesetzt hat, soll den Nutzern etwas ermöglichen, das nur Spiele vermögen: Sie in die Fußstapfen von Jan stecken und erlebbar machen, wie sich der schreckliche Alltag eines Zwangsarbeiters gestaltet hat.

Der Trailer zum Spiel:

Paintbucket Games hat sich auf diese Art von Spiel spezialisiert. Die bisherigen Bewertungen, die „Forced Abroad“ im Google- und Apple-Store bekommen hat, zeigen, dass die Idee aufgeht. Deshalb wird auch von Anfang an klar gemacht, dass es sich bei „Forced Abroad“ um eine sogenannte „Visual Novel“ handelt. Der Spieler spielt die Erlebnisse von Jan also weniger, er liest sie nach und darf bestimmte Entscheidungen fällen. Texte und Bilder sind atmosphärisch gut aufbereitet und lassen die bedrohliche und dunkle Stimmung in den letzten Kriegstagen nachempfinden.

Das Spiel orientiert sich an echten Tagebucheinträgen

Hier zeigt sich auch der Rechercheaufwand, der für „Forced Abroad“ betrieben wurde. Der „Visual Novel“ liegen Tagebucheinträge echter Zwangsarbeiter zugrunde, die in der fiktiven Figur Jans zusammengefasst wurden. „Forced Abroad – Tage eines Zwangsarbeiters“ ist ein erstaunliches Projekt, das Geschichte erlebbar macht. Und ein sehr guter Hinweis darauf, wie historische Ereignisse mittlerweile dargestellt werden können.

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