Gäubodenvolksfest Ein friedliches und harmonisches Fest "für alle"

Die Verantwortlichen haben am Montagnachmittag über das Gäubodenvolksfest 2019 Bilanz gezogen. (Symbolbild) Foto: Susanne Pritscher

Das Gäubodenvolksfest 2019 ist in wenigen Stunden zu Ende. Die vorläufige Bilanz der Verantwortlichen fällt positiv aus.

Rund 1,45 Millionen Gäste zählte das Gäubodenvolksfest 2019 insgesamt. Damit vermeldeten die Verantwortlichen einen neuen Besucherrekord. Die Zahl von 1,4 Millionen Besuchern vom Vorjahr wurde übertroffen. Die Auslastung war über den Tag sehr gut verteilt, es habe einen konstanten Besucherstrom auf dem Festplatz gegeben.

Die Ostbayernschau konnte 450.000 Besucher begrüßen - auch das stellt eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr dar. Im Jahr 2018 waren rund 400.000 Besucher auf die Verbrauchermesse gekommen.

"Unser Ansatz und unsere Basis ist immer, dass es ein Familienfest sein soll", kommentierte Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Zahlen: "Wir setzen nicht nur auf das Party-Publikum. Unserer Überzeugung nach müssen sich die Familien wohl fühlen, dann klappt der Rest auch. Ein weiteres Thema ist Inklusion. Dass Menschen mit Behinderung sich auch auf dem Fest akzeptiert und geschätzt fühlen. Es soll ein Fest für alle sein."

Die Festzelte wurden sehr gut angenommen. Etwa 8.500 Hektoliter Bier wurden laut ersten Schätzungen dieses Jahr ausgeschenkt - 2018 waren es 8.000 Hektoliter. Bei den Volksfest-Schmankerln fanden die Klassiker wieder guten Absatz: Rund 60.000 Hendl und 38 Ochsen wurden verspeist. 

Insgesamt 25.000 Volksfest-Taler wurden auf dem Festplatz zudem ausgegeben - damit war die "Alternativwährung" fürs Volksfest am zweiten Wochenende ausverkauft.

"Bei der Eröffnung habe ich vom schönsten Volksfest Europas aus begrüßt. Heute dürfen wir zurückblicken auf ein friedliches und harmonisches Fest", begann Oberbürgermeister Markus Pannermayr seinen Überblick.

Wenige schwere Zwischenfälle aus polizeilicher Sicht

Natürlich habe es für die Sicherheits- und Rettungskräfte auch Situationen gegeben, die nicht schön waren, doch das sei die absolute Ausnahme geblieben. Aus Sicht der Polizei sei es ein absolut friedliches und harmonisches Fest gewesen, bestätigte Polizeirätin Inge Roith von der Polizei-Inspektion Straubing.

Etwa 150 Mal waren die Beamten der PI Straubing im Einsatz - auch das eine Steigerung im Vergleich zu 2018. Im vergangenen Jahr waren es 120 Einsätze. 28 Körperverletzungsdelikte wurden registriert, 90 Diebstähle. Etwa 40 Auseinandersetzungen konnten entschärft werden, bevor sie eskalierten. Das war vor allem dank der Videoüberwachung möglich, durch die die Beamten schnell zur Stelle waren. 

Als positiv bewertete Roith außerdem, dass es keinen einzigen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegeben habe. Die Body Cam scheint nach den Erfahrungen des Volksfests nach zu urteilen ein zweckmäßiges Einsatzmittel zu sein. Ob sie einen entscheidenden Vorteil gebracht habe, könne aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Weniger Alkohol-Notfälle

Die beiden Regentage hätte es natürlich aus Sicht der Festwirte nicht gebraucht, fuhr Pannermayr fort. Allerdings hatte man wettermäßig trotz allem Glück: "So ein Unwetter wie das am Sonntag kann auch ganz anders ausgehen. Das mussten wir in anderen Teilen Bayerns in diesen Tagen erleben."

1.500 Patientenbehandlungen hat es laut Gesamteinsatzleiter Martin Schmauser gegeben - wobei die Zahl der Alkohol-Notfälle um 40 Prozent zurückging. Zugenommen habe allerdings die Zahl der Verletzungen nach Stürzen wie beispielsweise Knochenbrüche oder Schürfwunden. Aufgrund der Regentage seien weniger Menschen auf dem Festplatz kollabiert als im Vorjahr. Wespen- und Bienenstiche mussten auch deutlich weniger oft behandelt werden. Insgesamt waren 2019 über 170 Helfer im Einsatz. Sie leisteten in 700 Schichten 5.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr - zu elf Einsätzen mussten sie in der Nacht des Unwetters auf dem Festplatz ausrücken. Auch in der restliche Volksfest-Zeit gab es viele, teils skurrile Einsätze. Unter anderem hatte sich eine Person in einer Toilette eingesperrt und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien können. 

Busse werden immer mehr genutzt

Eine kluge Entscheidung der Ausstellungs-GmbH sei es gewesen, die Lampionfahrt zu verlegen. Sie habe eine breite Besucherakzeptanz bekommen, was am verregneten Montag nicht der Fall gewesen wäre.

Der Volksfest-Fahrplan werde immer besser angenommen, referierte Günter Winter von den Straubinger Stadtwerken. 67.000 Menschen etwa nutzten die Busverbindungen, ob aufs Volksfest oder vom Volksfest nach Hause zu kommen. Viele nutzten das Volksfest-Ticket, bei dem eine Maß Bier im Fahrpreis mit inbegriffen war.

Sebastian Klein vom THW lobte in seinem Vortrag vor allem die gute Abstimmung der Behörden, Einsatzkräften und Organisatoren.

Beschwerde über Fahrgeschäft

Das Bauordnungsamt nahm insgesamt 47 Fahrgeschäfte ab. Bei zwei Fahrgeschäften waren während des Betriebs mutmaßliche Mängel gemeldet worden, erklärte Thomas Rothammer vom Bauordnungsamt. Bei einem Fahrgeschäft sei ein beschädigtes Bauteil vorgestellt worden, das umgehend repariert werden konnte. Bei einem weiteren Fahrgeschäft war über Social Media eine Beschwerde laut geworden. Das Fahrgeschäft sei daraufhin untersucht worden, wobei sich allerdings der Mangel nicht bestätigt habe

Insgesamt waren aber alle Anwesenden mit dem Verlauf des diesjährigen Gäubodenvolksfestes sehr zufrieden. Zum Abschluss der Sitzung wurde bereits der Zeitraum für das nächste Gäubodenvolksfest bekannt gegeben: Das Gäubodenvolkfest 2020 findet vom 7. bis zum 17. August, die Ostbayernschau vom 8. bis zum 16. August statt.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading