G7-Gipfel Demonstranten dürfen in Schlossnähe

Der Schriftzug "Scheiss G7, danke für nix!" steht auf einem Schaufenster. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Der Protest gegen das G7-Treffen in Elmau geht weiter. Obwohl am Wochenende das Interesse an den Demos überschaubar blieb, planen die G7-Gegner weitere Aktionen. Nun werden sie den Spitzenpolitikern auch etwas näher kommen.

Gegner des G7-Gipfels im oberbayerischen Elmau wollen am heutigen Montagvormittag ihren Protest gegen das Treffen der Spitzenpolitiker fortsetzen. Es ist ein Sternmarsch auf mehreren Routen zum Tagungsort auf Schloss Elmau geplant. Letztlich wird aber nur ein Teil der Demonstranten überhaupt in die Nähe des Schlosses kommen.

Es ist vorgesehen, dass eine 50-köpfige Delegation von der Polizei in Bussen in Sichtweite des Gipfelortes gebracht wird, um dort eine Kundgebung abhalten zu können. Die restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ihre Protestmärsche in größerer Entfernung zum Schloss beenden müssen.

Bereits am Wochenende hatten mehrere Tausend Menschen in Garmisch-Partenkirchen und in München aus Anlass des G7-Gipfels demonstriert. Es waren allerdings wesentlich weniger Teilnehmer als bei ähnlichen Kundgebungen vor sieben Jahren, als bereits einmal ein G7-Treffen in Elmau stattfand. Die Demonstrationen wurden in beiden Städten von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet, es gab einzelne Festnahmen.

Der Protest richtet sich gegen das am Sonntag gestartete Treffen der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte seine Kollegen bis Dienstag ins nur wenige Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernte Luxushotel Schloss Elmau eingeladen. Zu den zentralen Themen der Kundgebungen gehörte die Forderung, dass die Industriestaaten mehr gegen die Klimakrise tun müssten. Auch der Krieg in der Ukraine spiele eine Rolle bei den Demos.

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