Fußball-Landesligen Tumulte in Regensburg - Deggendorf fertigt Amberg ab

, aktualisiert am 02.10.2022 - 18:31 Uhr
Heiß her ging es bei der Partie zwischen Fortuna Regensburg (grüne Trikots) und der SpVgg Osterhofen. Foto: Dirk Meier

So liefen die Spiele der ostbayerischen Landesligisten an diesem Wochenende. Eine Partie stand zeitweise kurz vor dem Abbruch.

Der Tabellenführer TSV Seebach zieht in der Landesliga Mitte weiter einsam seine Kreise. Durch den 5:0-Heimerfolg gegen den TSV Waldkirchen hat Seebach seinen Vorsprung an der Spitze auf sechs Punkte ausgebaut. Verfolger 1. FC Bad Kötzting ließ beim 2:2 im Derby bei der SpVgg Lam zwei Punkte liegen. Der TB 03 Roding ging beim 1:5 beim FC Sturm Hauzenberg leer aus. In einer hitzigen Begegnung gewann am Ende Fortuna Regensburg mit 4:2 gegen die SpVgg Osterhofen, das Match stand in der Schlussphase kurz vor dem Abbruch. Der TSV Bogen befindet sich weiter im Krisenmodus, unterlag dem Aufsteiger SpVgg Pfreimd mit 2:3. Auch der TSV Kareth-Lappersdorf musste mit 0:1 gegen den SV Schwandorf-Ettmannsdorf eine Heimniederlage hinnehmen. Am Sonntag hat der FC Tegernheim mit 1:3 beim ASV Burglengenfeld den Kürzeren gezogen. Der Aufsteiger SpVgg GW Deggendorf fertigte den FC Amberg mit 4:0 deutlich ab.

ASV Burglengenfeld – FC Tegernheim 3:1 (1:1)

Zunächst sah es gut aus für den FC Tegernheim, der nach einer Flanke von Dennis Kandsberger durch einen Kopfball von Benedikt Albrecht in Führung ging (21.). Aber kurz vor der Pause leistete sich Niels Föll ein Foulspiel im Strafraum und Patrick Eberl glich vom Punkt aus (44.). Im zweiten Durchgang traf Gabriel Novakovic für die Gäste nur den Pfosten (57.). Die Gastgeber machten es danach besser, hatten alles im Griff. Niklas Scheuerer per Kopf (76.) und Dominic Fritz in der Nachspielzeit stellten den verdienten Erfolg des ASV sicher.

Schiedsrichter: Fabian Kirchberger (Nottau) – Zuschauer: 180
Tore: 0:1 Albrecht (21.), 1:1 Eberl (44. Foulelfmeter), 2:1 Scheuerer (76.), 3:1 Fritz (90. + 2)

SpVgg GW Deggendorf – FC Amberg 4:0 (2:0)

Mann des Tages war wieder einmal Roman Artemuk, der Ukrainer erzielte drei Treffer. Den ersten gleich nach wenigen Sekunden nach einem Abwehrschnitzer der Gäste (1.). Kurz vor der Pause bediente Michael Faber Artemuk, der auf 2:0 stellte (45.). In der zweiten Halbzeit hatten die Deggendorfer die klare Spielkontrolle. Elias Zach aus spitzem Winkel mit einem sehenswerten Schuss (73.) und nochmals Artemuk, der Torwart Niklas Mecke ausspielte und einschob (80.), sicherten den deutlichen Erfolg. “Aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung”, freute sich der Deggendorfer Coach Thomas Seidl. Obwohl ersatzgeschwächt, haben die Grün-Weißen die Marke von 20 Punkten erreicht.

Schiedsrichter: Tim Grunert (Mallersdorf/Grabentraubach) – Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Artemuk (1.), 2:0 Artemuk (45.), 3:0 Zach (73.), 4:0 Artemuk (80.)

TSV Bogen – SpVgg Pfreimd 2:3 (0:1)

Der TSV Bogen befindet sich weiter im Krisenmodus, kommt einfach nicht auf die Füße. Für Bogen war es bereits die vierte Heimniederlage und für Pfreimd der erste Auswärtserfolg. Zwar bewiesen die Rautenstädter Moral, als sie nach einem 0:2-Rückstand durch Tore von Balthasar Sabadus (83.) und Patrick Fuchs (86.) noch zum 2:2 kamen. Als Bogen gleich nach Wiederbeginn auf den dritten Treffer gehen wollte, fingen sich die Gastgeber das 2:3 durch einen Konter von Simon Amann, durch den Pfreimd die Abstiegsplätze verlassen hat und nun nur noch einen Zähler weniger als Bogen auf dem Konto hat. “Die erste Halbzeit war richtig schlecht von uns. Es war ein extrem bitterer Nachmittag für uns, das müssen wir erst einmal sacken lassen. Nach dem 2:2-Ausgleich sind wir auf das 3:2 gegangen, haben dann aber den 2:3-Gegentreffer sehr schlecht verteidigt. Heute hatten wir es nicht verdient zu gewinnen”, stellte Bogens Trainer Bastian Lerch enttäuscht fest.

Schiedsrichter: Adrian Kohn (Amberg) – Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Sebald (10.), 0:2 B. Lobinger (67.), 1:2 Sabadus (83.), 2:2 Fuchs (86.), 2:3 Amann (87.)

FC Sturm Hauzenberg – TB 03 Roding 5:1 (3:0)

Einen gebrauchten Tag hat der TB 03 Roding am Samstag erwischt. “Wir haben die ersten 20 Minuten total verschlafen”, ließ Rodings Trainer Adi Götz wissen. Denn da stand es schon 3:0 für die Hausherren: “Da war das Spiel im Grunde schon gelaufen, weil wir überhaupt nicht auf dem Platz waren”, so Götz weiter. Auch nach dem Seitenwechsel waren die Niederbayern bestimmend, legten noch zwei weitere Tore nach, ehe Benjamin Epifani nur noch der 1:5-Anschlusstreffer gelang (73.).

Schiedsrichter: Stefan Dorfner (Falkenfels) – Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Geiger (3.), 2:0 Liebenow (5.), 3:0 Liebenow (18.), 4:0 Wiesmaier (53.), 5:0 Huber (71.), 5:1 B. Epifani (73.)

SV Fortuna Regensburg – SpVgg Osterhofen 4:2 (1:1)

Es war eine hitzige Partie von beiden Seiten, die vor allem darunter litt, dass das Schiedsrichtergespann mit der Spielleitung überfordert war. In der Schlussphase drohte sogar ein Spielabbruch, denn nach dem 3:2 für Regensburg gab es erst Gelb-Rot gegen Osterhofens Stefan Lemberger, dann Rot gegen Osterhofens Trainer Christian Dullinger und Rot gegen Mirza Hasanovic, den Kapitän der Gäste. Anschließend standen rund 40 Mann auf dem Platz, es wurden Handgreiflichkeiten angedroht. Anschließend beruhigten sich die Gemüter und mit der letzten Aktion stellte Joker Arber Morina den 4:2-Endstand her. “Unglaublich, was hier heute abgelaufen ist”, kommentierte Dullinger eine Schiedsrichterleistung, die für Diskussionsstoff sorgte. Ob die wenig überzeugende Fortuna mit diesem Sieg heraus aus der Krise ist, muss sich in den nächsten Spielen zeigen.

Schiedsrichter: Michael Hintermaier (Arnbach) – Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Shalaj (15.), 1:1 Allgaier (27.), 1:2 Ciocan (49.), 2:2 Cieslik (70.), 3:2 Zöllner (82.), 4:2 Arber Morina (90. + 3)
Gelb-Rot: S. Lemberger (82./Osterhofen/Foulspiel und Reklamieren)
Rot: Trainer Christian Dullinger (83./Osterhofen/grobe Unsportlichkeit), Hasanovic (87./Osterhofen/grobe Unsportlichkeit)

TSV Seebach – TSV Waldkirchen 5:0 (1:0)

Einen Einstand nach Maß feierte Simon Griesbeck beim TSV Seebach. Nach seinem Riss des Syndesmosebandes in der Vorbereitung erzielte der Youngster in seinem ersten Saisonspiel die ersten beiden Treffer. Lange aber hielt das Bollwerk des Aufsteigers aus Waldkirchen, der die letzten fünf Spiele ohne Gegentreffer überstanden hatte. Aber das 1:0 durch Griesbeck kurz vor der Pause ebnete dem Spitzenreiter den Weg zum Sieg. Griesbeck erhöhte auf 2:0, (57.), dann ein Doppelschlag von Edward Hinz (71. und 88.) sowie der fünfte Treffer durch Patryk Richert (90.) sorgten am Ende noch für einen Kantererfolg. Vierfacher Vorlagengeber war Kapitän Christoph Beck, der aber einen Strafstoß vergab. “Mit dem 1:0 haben wir Waldkirchen geknackt und dann noch einen auch in der Höhe verdienten Sieg herausgeschossen”, so das Urteil von Seebachs Trainerassistent Manuel Kesten.

Schiedsrichter: Julian Roidl (Ensdorf) – Zuschauer: 170
Tore: 1:0 Griesbeck (45. + 1), 2:0 Griesbeck (57.), 3:0 Hinz (71.), 4:0 Hinz (88.), 5:0 Richert (90.)
Besondere Vorkommnisse: Beck (Seebach) schießt Handelfmeter über das Tor (56.)

SpVgg Lam – 1. FC Bad Kötzting 2:2 (1:1)

Wieder einmal endete dieses Chamer Landkreis-Derby mit einer Punkteteilung, so hatten schon die letzten vier Duelle geendet. Nach einer Ecke war es Ivan Milicevic, der mit der Hacke zu Jonas Gmeinwieser ablegte. Der wiederum ließ mit einem fulminanten Schuss Maximilian Weber im Lamer Kasten keine Chance, es stand 0:1 (18.). Doch noch vor der Pause glichen die “Osserbuam” aus. Thomas Wölfl legte auf für Tomas Kepl auf, der zum Gleichstand einschoss (30.). Eine Koproduktion der beiden Lamer Tschechen brachte noch vor der Pause den 2:1-Führungstreffer. Vaclav Uzlik trat einen Freistoß, den FCK-Keeper Tobias Vogl nicht festhalten konnte und Kepl staubte zum 2:1 ab (63.). Aber die Kötztinger drängten auf den 2:2-Ausgleich und als Weber den Schuss von Miroslav Spirek nur abklatschen konnte, war Tim Welter zur Stelle und schoss ein (68.). “Wenn man die 90 Minuten betrachtet, ist das Unentschieden das gerechte Ergebnis”, sagte Lams Co-Trainer Thomas Altmann.

Schiedsrichter: Michael Freund (Perlesreut) – Zuschauer: 350
Tore: 0:1 Gmeinwieser (18.), 1:1 Kepl (30.), 2:1 Kepl (63.), 2:2 Welter (68.)

TSV Kareth-Lappersdorf – SV Schwandorf-Ettmannsdorf 0:1 (0:1)

Der verdiente Sieger heißt SV Schwandorf-Ettmannsdorf: “Das Spiel hat nicht viel hergegeben, die Platzverhältnisse haben das nicht zugelassen”, sagte Gästetrainer Mario Albert. Den Treffer des Tages markierte Gästetorwart Wolfgang Hesl vom Elfmeterpunkt. “Wir haben drei Elfmeterschützen, die aber alle schon einmal verschossen haben. Daher durfte dieses Mal Wolfgang ran”, begründete Albert. Das Chancenverhältnis sprach mit 4:1 für Ettmannsdorf. Für Kareth war es die zweite Heimniederlage.

Schiedsrichter: Rico Spyra (Erding) – Zuschauer: 150
Tor: 0:1 Hesl (18. Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Amann (90./Kareth/wiederholtes Foulspiel), Klahn (90. + 2/Schwandorf/wiederholtes Foulspiel)

VfB Straubing – SV Neukirchen b. Hl. Blut 0:4 (0:2)

Chancenlos ist der VfB Straubing auch am Freitagabend in der Landesliga Mitte gewesen. Das Schlusslicht unterlag dem SV Neukirchen beim Heiligen Blut deutlich mit 0:4 (0:2) und bleibt damit bei nur einem Punkt weiter sieglos. Die “Rosenkranzler” hatten leichtes Spiel, waren überlegen und nutzten ihre Chancen zu einem auch in der Höhe verdienten Erfolg. “Der Gegner hatte über die gesamten 90 Minuten keine einzige Torchance. Mit dem 4:0 war der Gegner noch gut bedient, es war eine absolut abgezockte Leistung von uns”, berichtete Neukirchens Trainer Franz Koller.

Schiedsrichter: Julian Schaub (Schwaig) – Zuschauer: 140
Tore: 0:1 Konopasek (32.), 0:2 Bobcek (34.), 0:3 Bobcek (63.), 0:4 Dvorak (74.)

TSV Brunnthal – SpVgg Landshut 0:1 (0:0)

Die SpVgg Landshut hat auch am 13. Spieltag die Tabellenführung in der Landesliga Südost behauptet. Die “Spiele” gewann beim Schlusslicht TSV Brunnthal knapp mit 1:0 (0:0). “Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen, denn wir haben uns eine Vielzahl an Torchancen erspielt”, berichtete der Landshuter Trainer Christian Endler. So aber ließen sich die Gäste Zeit bis in die Schlussphase hinein, ehe ihnen der spielentscheidende Treffer gelang. Stefan Alschinger hatte geflankt, Lucas Biberger mit dem Kopf verlängert und Goalgetter Stephan König den Ball dann aus zwei Metern mit dem Kopf über die Linie gedrückt (80.). “Der Gegner hatte keine echte Torchance, auf dem sehr unebenen Geläuf war vieles Zufall. Wichtig ist heute nur, dass wir die drei Punkte geholt haben”, bilanzierte Endler. In der Nachspielzeit holte sich Brunnthals Torwart Maximilian Geisbauer die Rote Karte ab, als er den heranstürmenden Dominik Past rüde von den Beinen holte.

Schiedsrichter: Maximilian Großmann (Weigendorf) – Zuschauer: 100
Tor: 0:1 König (80.)
Rot: Geisbauer (90. + 2/Brunnthal/Notbremse)

 
 
 

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