"Fußball kann hart sein" Jahn-Stehaufmänner werden nicht belohnt

Bitter enttäuscht: Die Spieler des SSV Jahn Regensburg nach der 4:5-Niederlage in Heidenheim. Foto: Daniel Löb/dpa

Was für ein Spiel! Der SSV Jahn Regensburg liefert sich mit dem 1. FC Heidenheim einen packenden Fight, vor allem die Schlussphase ist an Dramatik kaum zu überbieten. Belohnt werden die Gäste nicht.

Nach diesem Fußball-Spektakel konnte beim SSV Jahn Regensburg keiner so richtig glauben, dass der mitreißende Auftritt nicht mit mindestens einem Punkt belohnt worden war. "Fußball ist wie das Leben, es kann auch mal richtig, richtig hart sein", sagte Trainer Mersad Selimbegovic nach dem 4:5 (2:3) beim Zweitliga-Spitzenteam des 1. FC Heidenheim.

Die Heidenheimer mussten nach einer 3:1-Führung zunächst den Ausgleich der nie aufsteckenden Regensburger hinnehmen. Aygün Yildirim (90. Minute +2) glich nach dem 4:3 der Heidenheimer auch noch zum 4:4 für die Stehaufmänner aus der Oberpfalz aus, ehe Stefan Schimmer (90.+4) in einer verrückten Schlussphase zum Matchwinner für die Gastgeber aufstieg.

Nächster Verletzter beim SSV Jahn

"Wir können dennoch stolz auf das sein, was wir abgeliefert haben und ich bin mir sicher, dass es sich irgendwann auch wieder drehen wird. Wir haben gezeigt, zu was wir in der Lage sind", sagte Selimbegovic. "Die Pause kommt gut wegen der Verletzten, andererseits würde ich am liebsten in drei Tagen schon wieder spielen." Die ohnehin schon lange Verletztenliste der Regensburger wurde in Heidenheim noch einmal länger: Maximilian Thalhammer war in der ersten Halbzeit mit Verdacht auf eine Bänderverletzung am Sprunggelenk ausgewechselt.

In einem Duell mit vielen Chancen auf beiden Seiten waren die Gastgeber die etwas effektivere Mannschaft und hatten das glückliche Ende auf ihrer Seite. Die Regensburger verpassten es, ihre Negativbilanz gegen Heidenheim aufzubessern.

SSV Jahn "enttäuscht, aber doch auf Kurs"

"Wir hätten in der Vorrunde gerne die 20 Punkte erreicht, wollten mindestens die Hälfte zu den 40 Punkten schaffen", sagte Verteidiger Jan Elvedi. "Deshalb sind wir schon enttäuscht, aber alles in allem sind wir doch auf Kurs. Wir können die 40 Punkte knacken, müssen so weitermachen und noch an den Details arbeiten."

Das letzte Zweitliga-Spiel des Jahres wurde zum erwarteten Kraftakt, in dem Prince Osei Owusu (14.), Charalambos Makridis (45.+1) und Nicklas Shipnoski (55.) noch vor der irren Schlussphase für den Jahn trafen. Immer wieder kamen die Gäste in dem packenden Match zurück.

"Wir sind immer wieder aufgestanden"

"Da brechen viele Mannschaften weg, gerade kurz vor der Winterpause, und sagen, es soll heute einfach nicht sein. Aber wir sind immer wieder aufgestanden und haben daran geglaubt. Letztendlich hätten wir es auch verdient gehabt, einen Punkt zu holen", sagte Torhüter Thorsten Kirschbaum.

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