Auf den ersten Blick ist es ein ganz gewöhnlicher Haushalt, für Further Verhältnisse sogar unspektakulär. Auf den zweiten dürfte die Flut aus Zahlen und Daten die Grenzstädter glücklich stimmen, denn er beinhaltet zwei Kernaussagen, von denen man vor Jahren nur träumen konnte:

Zum einen hat sich der Schuldenstand erneut reduziert. Es sind zwar im Vergleich zu 2017 „nur“ 810.000 Euro. Rechnet man jedoch den 6,4 Millionen Euro hohe Kreditrest für die Kläranlage weg, der genau genommen nicht der Stadt zur Last fällt, liegt der reine städtische Schuldenstand bei 11,3 Millionen Euro. So niedrig war er seit dem Jahr 2002 nicht mehr! Zum anderen hat sich die Stadt nicht zu Tode gespart, sondern in den vergangenen Jahren kräftig investiert - und dies nach einem Jahr des „Durchschnaufens“ wohl auch künftig tun wird.

Darauf verwies Bürgermeister Sandro Bauer am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs im Vorfeld der Haushaltssitzung des Stadtrates am Abend. Zusammen mit seinem Kämmerer Robert Traxler erläuterte er die Eckdaten des Finanzkonstrukts und vor allem auch, wo das Geld hinfloss beziehungsweise hinfließen wird. Dabei machte er von vornherein deutlich, dass die Investitionszahlen nicht denen der Vorjahres gleichen mögen, letztendlich würden sie aber höher ausfallen als sie auf dem Papier erscheinen. Der Grund sind haushaltsreste von rund fünf Millionen Euro, die vom vergangenen Jahr übernommen werden, weil der Betrag nicht aufgebraucht oder die Investition noch nicht kassenwirksam wurde.