Das gab es in der Geschichte des Further Bürgerparlaments wohl noch nie: Eine Stadträtin legt ihr Amt nieder und wenige Minuten später wird als Nachfolgerin ihre Tochter vereidigt.

So geschehen am Mittwochabend im Sitzungssaal des Rathauses. Dass Silke Schell ihrer Mutter auf einen der beiden Stadtratsstühle der SPD folgt, ist keineswegs in "Erbfolge" begründet, sondern im drittbesten Stimmenergebnis, das die 43-Jährige bei den Kommunalwahlen im Jahr 2014 auf der Liste der "Roten" erntete. Zuvor verabschiedeten sich Weggefährten von der "Kleinen mit dem großen Herzen", wie Bürgermeister Bauer Müller nannte. Er war es natürlich, der die scheidende Sozialreferentin - auch im Beisein des SPD-Ehrenortsvorsitzenden Hans-Jürgen Bernhardt - als Erster würdigte. Bereits in der nichtöffentlichen Sitzung am 6. Dezember hatte Müller, das dienstälteste Mitglied im Stadtrat, den Rückzug angekündigt; zunächst mündlich, einen Tag später dann schriftlich. Einer Zustimmung des Stadtrates bedurfte dieser Schritt nicht, lediglich einer Kenntnisnahme. Seit dem 1. Mai 1990 hatte Wera Müller diesem Gremium angehört und von der ersten Stunde an das Amt der Sozialreferentin innegehabt.

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