Fürth Brief mit verdächtigem Gas löst Großeinsatz aus

Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzkleidung. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Ein Brief mit einer verdächtigen Substanz hat einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften in einer Fürther Rechtsanwaltskanzlei ausgelöst. Zeugenaussagen zufolge sei beim Öffnen des Schreibens eine gasförmige Substanz ausgetreten, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Vier Personen würden zur Sicherheit vom Rettungsdienst betreut. Körperlich verletzt sind sie demnach augenscheinlich nicht.

Laut Polizei muss noch ermittelt werden, um welchen Stoff es sich handelte. Eine Gefahrstoffmessung durch das LKA sei negativ verlaufen. Auch zu einem möglichen Motiv lasse sich zunächst nichts sagen. Es sei erstmal um Gefahrenabwehr gegangen. Nun soll ermittelt werden, von wem der Brief stammt. Dazu sollen auch Fingerabdrücke und DNA-Proben genommen werden.

Der Fall weckt Erinnerungen an einen Erpressungsversuch bei der Commerzbank: Am 24. März war es in einer Filiale in der Nachbarstadt Nürnberg zu einer Stichflamme gekommen, als eine Angestellte einen DIN-A5-Umschlag öffnete. Der noch unbekannte Täter drohte mit weiteren Briefen, sollte seiner Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen werden. Tatsächlich gingen im April bei Tochtergesellschaften weitere präparierte Schreiben ein.

Laut einem Polizeisprecher gibt es bislang keine Hinweise, dass der Brief an die Fürther Anwaltskanzlei in diesem Zusammenhang steht oder die Kanzlei etwas mit der Commerzbank zu tun hat.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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