Die Bilder verfolgen Oliver Timper und seine Kollegen bis heute: Als Mitarbeiter der Pressestelle bei der Münchner Polizei eilte er am 22. Juli 2016 als einer der ersten Polizisten mit Blaulicht zum Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). Was ihn dort erwartete, ahnte er kaum. Jetzt spricht der 49-jährige Beamte erstmals über den Anschlag vor fünf Jahren, die Schlaflosigkeit nach dem Einsatz - und warum sich dieser Tag wohl für immer in das Gedächtnis eingebrannt hat.

Herr Timper, an besonders schlimme Tage erinnert sich jeder lebenslang ganz genau - wie etwa an den 11. September 2001. Wie ist das bei Ihnen mit dem 22. Juli 2016, kurz vor 18 Uhr?

Oliver Timper: Ich erinnere mich an viele Einzelheiten dieses Abends. Wenn ich sagen würde: an jede Minute, wäre das aber falsch. Im Nachhinein glaube ich, voller Adrenalin gewesen zu sein. Vieles rauschte an mir vorbei. Ich musste meiner Aufgabe als Polizist sowie Mitarbeiter der Pressestelle gerecht werden.

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