Fridays for Future Interview mit Florian Fischer, Sprecher der AG Social Media

Florian Fischer aus Erlangen ist Sprecher der Arbeitsgruppe Social Media bei Fridays for Future. Foto: Fridays for Future Erlangen

Florian Fischer ist Anfang 2019 bei Fridays for Future „so reingeraten“. Heute ist der 20-Jährige aus Erlangen Sprecher der Arbeitsgruppe Social Media und erklärt, warum die Bewegung erfolgreich war – auch wenn noch viel passieren muss.

Hallo, Florian! Wie schaust du auf deine bisherige Zeit mit Fridays for Future zurück?
Florian Fischer: Ich hätte am Anfang nie damit gerechnet, dass wir so weit kommen und das erreichen, was wir schon erreicht haben. Dass wir so viele Leute mobilisieren können, dass das so groß wird. Das war für uns alle am Anfang nicht absehbar.


Deine Einschätzung: Wart ihr mit eurem Einsatz erfolgreich?
Florian Fischer: Klimapolitisch muss auf jeden Fall noch viel mehr passieren. Wir waren aber trotzdem erfolgreich, denke ich. Weil wir es geschafft haben, so groß zu werden. Weil wir immer noch da sind. Weil wir sehr viel gelernt haben. Alle, die bei uns dabei sind, haben sich stark weiterentwickelt.

Wie es derzeit um die Bewegung steht, kannst du hier lesen.


Die Ortsgruppen in der Region berichten, dass sie im Kleinen recht erfolgreich waren, deutschlandweit aber noch viel mehr passieren muss. Ist das auch dein Eindruck?
Florian Fischer: Ja, das kann ich so recht gut unterschreiben – auch bei mir am Beispiel Erlangen. Bundesweit fehlt aber echt noch einiges.


Wie wollt ihr da den Druck auf die Politik wieder erhöhen?
Florian Fischer: Für uns ist klar, dass wir jetzt nicht leise werden, sondern dass wir weiter laut sind. Wir sind in den Vorbereitungen für den nächsten großen Streiktag am 25. September. Klar für uns ist aber auch, dass wir gerade in einer Pandemie sind und schauen müssen, wie wir Demos umsetzen können. Wir wollen nicht gegen die Wissenschaft vorgehen, wir wollen, dass überall Abstände eingehalten werden. Das macht es für uns nicht einfach, Demos zu organisieren. Wir wollen aber trotzdem so laut wie möglich auf die Straßen gehen und haben uns da coole Konzepte überlegt, wie das trotz Corona geht. Natürlich hoffen wir, dass wir – sobald sich Corona beruhigt hat – auch wieder größere Demos machen können.

Einen Kommentar zum Thema findest du hier.


Werden die Menschen so zahlreich zurückkommen – egal ob digital oder bei Demos auf der Straße?
Florian Fischer: Die Aktionen, die am 25. September stattfinden werden, werden nicht an die Zahlen rankommen, die wir im vergangenen Jahr mit 1,4 Millionen Menschen hatten. Das würden wir mit den Abstandsregeln nicht hinbekommen. Wir versuchen natürlich, so viele Menschen wie möglich teilnehmen zu lassen, werden aber an vielen Orten mit Beschränkungen leben müssen, dass wir nur eine bestimmte Zahl an Menschen auf die Demos lassen dürfen.


Was ist dein Wunsch für die nächsten Monate?
Florian Fischer: Ich hoffe, dass wir den Menschen zeigen können, dass die Klimakrise durch Corona nicht einfach weg ist ...


Die vollständige Antwort auf diese Frage und das gesamte Gespräch mit Florian Fischer findest du in der neuen Folge unseres Podcasts „Sprechstunde“.

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