Fridays for Future Alle Infos zur Klimaschutz-Bewegung

Das Vorbild aller streikenden Schüler: Greta Thunberg. Foto: Valentin Flauraud/dpa

Streik statt Schule. Freitags entscheiden sich viele so. Schüler gehen auf die Straße. Sie demonstrieren für mehr Klimaschutz. Auch wenn Strafen wie Verweise drohen. Ihre Zukunft ist es ihnen wert. Hier erfährst du alles über die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future".

 

Mit Greta fing es an

Mit einem weißen Schild ist sie bekannt geworden. Auf diesem steht „skolstrejk för klimatet“, zu Deutsch „Schulstreik für das Klima“. Greta Thunberg begann mit ihren Streiks vor dem schwedischen Parlament am 20. August 2018. Richtig bekannt wurde sie durch ihre Rede beim Weltklimagipfel im Dezember. Im Januar sprach die 16-Jährige beim Weltwirtschaftsforum und richtete folgende Worte an die Vertreter aus Politik und Wirtschaft: „Ich will, dass ihr Panik habt. Ich will, dass ihr die Angst empfindet, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.“

Die „Fridays for Future“-Bewegung ist nicht an eine Partei oder Organisation gebunden. Sie nennt Greta und ihre Streiks als Vorbild. Die 16-Jährige ist überrascht, wie viele ihr nachfolgen und freitags streiken: „So viel Aufmerksamkeit habe ich nicht erwartet.“

 

Streik: Warum Strafen drohen

Schüler haben kein Streikrecht. Für sie gilt Schulpflicht. Nehmen Schüler an den „Fridays for Future“-Demos teil, gilt das als Schulschwänzen. Das Bayerische Kultusministerium sieht keinen Zusammenhang zwischen dem unerlaubten Fernbleiben vom Unterricht und den Klimaschutzzielen. Daher kann der verpasste Unterricht auch nicht als „notwendiges Übel“ in Kauf genommen werden.

„Bei den vormittäglichen ‚Fridays for Future‘-Veranstaltungen handelt es sich um eine politische Kundgebung“, teilt ein Sprecher des Kultusministeriums mit. Und diese sind im schulischen Bereich nicht erlaubt. Daher können Lehrer die Demo auch nicht als Exkursion ansehen, um daran teilzunehmen. Auch eine Befreiung durch die Eltern oder die Schüler selbst ist daher nicht möglich.

„Beim unentschuldigten Fernbleiben stehen Schulen die üblichen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen zur Verfügung“, teilt der Sprecher mit. Das kann Nachsitzen, ein schriftlicher Verweis oder sogar der Ausschluss vom Unterricht sein. Ein Eintrag der unentschuldigten Fehlstunden ins Jahreszeugnis folgt in der Regel.

 
 

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