Freischreiben Jugendwallfahrt auf den Bogenberg: Warum Glaube Sinn macht

Die Jugendwallfahrt führt auf den Bogenberg im Landkreis Straubing-Bogen. Foto: Armin Weigel/dpa

Die Jugendlichen, die am Samstag, 12. Mai 2018, gemeinsam auf den Bogenberg pilgern, haben alle eins gemeinsam: Sie glauben an Gott. Zwei Teilnehmer sind Magdalena Schub (20) und Dominik Zankl (25). Sie haben viele Jugendwallfahrten erlebt und geplant. Freischreiben-Autorin Julia Schiehandl trifft sie zum Interview.

Dominik, ich war noch nie auf einer Jugendwallfahrt. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Dominik: Die Jugendwallfahrt ist ein Aufeinandertreffen vieler Jugendlicher aus dem Landkreis und darüber hinaus, ein moderner Jugendgottesdienst mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im Klosterinnenhof, bei dem es verschiedene Essensstände und Freizeitangebote gibt.

Wallfahrt – für viele Jugendliche klingt das sicher langweilig. Warum sollten junge Menschen trotzdem daran teilnehmen?

Magdalena: Weil es alles andere als langweilig ist. Man trifft sich am Stadtplatz in Bogen und geht das letzte Stück auf den Bogenberg gemeinsam. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst ist einiges geboten. Neben Live-Musik bietet das THW Bogen Kistenstapeln an, die Berufungspastorale Regensburg stellt eine Fotobox auf, das Kreismuseum hat geöffnet, die ArGe Straubing-Süd bastelt mit den Wallfahrern und es gibt ein großes Quiz rund um die Wallfahrt mit anschließender Preisverleihung. Natürlich gibt es Essen und Trinken: Kaffee und Kuchen, Würstl, Käsespätzle, Hotdogs und vieles mehr. Dieses Jahr findet eine Typisierungsaktion des Aktionskreises „Hilfe für Leukämiekranke“ statt, bei dem sich hoffentlich viele Teilnehmer durch eine Speichelprobe in die Spenderkartei aufnehmen lassen und so vielleicht irgendwann helfen können.

Was sollen eure Wallfahrer unbedingt mitbringen?

Dominik: Neben guter Laune, Hunger und Durst braucht es nicht viel.

In diesem Jahr ist das Motto der Jugendwallfahrt „Ist da jemand?“. Was bedeutet dieses Motto?

Magdalena: Ich glaube jeder von uns hat sich schon mal gefragt, ob da jemand ist oder ob es da wirklich jemanden gibt. Genau diese Zweifel, die gerade bei Jugendlichen oft auftreten, wollen wir heuer in den Mittelpunkt unserer Jugendwallfahrt stellen. Dazu haben wir das Lied von Adel Tawil „Ist da jemand?“ ganz passend gefunden. Im Gottesdienst wollen wir genauer auf diese Frage eingehen und gemeinsam überlegen, warum Glaube doch Sinn macht und in kleinen Meditationsteilen auch jedem die Chance geben, selber zu überlegen, ob da jemand ist.

Was ist bei der Jugendwallfahrt in diesem Jahr anders als bei den vergangenen?

Dominik: Natürlich wird die Jugendwallfahrt jedes Jahr dem neuen Motto angepasst. Der Gottesdienst, den heuer der KLJB Diözesanseelsorger Udo Klösel zelebriert, wird passend zum Motto gestaltet. Der grobe Ablauf und die Rahmenbedingungen bleiben aber natürlich gleich.

Bei jeder Jugendwallfahrt wird immer auch ein Projekt mit Spenden unterstützt. In diesem Jahr geht das Geld an den Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“. Wieso habt ihr euch für dieses Projekt entschieden?

Magdalena: An den Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“ wollen wir die diesjährige Kollekte der Jugendwallfahrt spenden, weil sie bei unserer Veranstaltung eine Typisierungsaktion durchführen und es ziemlich teuer ist, die vielen Speichelproben auszuwerten und registrieren zu lassen. Mit der finanziellen Hilfe wollen wir die Bereitschaft der Jugendlichen unterstützen und nicht riskieren, dass die Proben wegen fehlenden Geldern zuerst nicht ausgewertet werden können und so für einen Menschen die Hilfe vielleicht zu spät kommt. Außerdem haben wir die Eheleute Stöcker, die diese Aktion leiten, bei unseren Vorbereitungen persönlich kennengelernt. Die beiden stecken so viel Herzblut in ihre ehrenamtliche Arbeit, dass wir sie sehr gerne dabei unterstützen möchten.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading