Freischreiben Gedicht: Hör mir zu, Welt

 Foto: Pixabay

Du Welt, ich habe dir etwas zu sagen,

hörst du nicht, all das Wimmern, all das Klagen?

Siehst du nicht die tiefe Schere?

Ist die Vergangenheit dir denn keine Lehre?

Hörst du nicht diese ewige Dekadenz?

Fühlst du nicht die Menschen ohne Existenz?

Siehst du nicht die Menschenfluten?

Die Reichen, die angeblich Guten?

Merkst du nicht, wie sie dich verhöhnen?

Glaub mir, sie hören nicht dein Ächzen, dein Stöhnen.

Wie können die einen unbegrenzt kaufen,

während andere tagelang laufen,

um ein bisschen Bildung zu bekommen?

Liebe Welt, dein Blick ist ganz verschwommen.

Sie werden es niemals erkennen,

du wirst niemals aufhören können zu brennen.

Tagtäglich siehst du Menschen leiden,

aber auch welche, die sich nur in Designersachen kleiden.

Wie kann man Millionär werden durch Reden,

während andere stets ihr Bestes geben,

und trotzdem hilft es ihnen nicht weiter,

ihr Leben scheint zu scheitern.

Welt, wie kannst du es wagen,

siehst du nicht die Gewalt, das tägliche Schlagen?

Siehst du nicht das kleine Kind,

von dessen Stirn das Blut rinnt?

Erkennst du nicht die unterschiedlichen Systeme?

Während ich mich nicht mit dir versöhne?

Siehst du nicht das Ungleichgewicht?

Von Arm zu Reich, von Schicht zu Schicht?

Welt, wie kannst du all das sehen?

All diese Dinge, ich werde sie wohl niemals verstehen.

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