Freischreiben Gedicht: Gedanken

Ob geordnet oder wirr – Gedanken faszinieren. Foto: freepik/macrovector

Die Gedanken, oh, sie flüstern, sprechen, schreien immer lauter, klopfen leis und werden schneller, klopfen leis und werden lauter.

Die Gedanken, wirre Fetzen, viele Worte, die vereinzelt ohne Ordnung, ohne Sinn, ganz ohne Sprache einfach nur im Kopfe schweben.

Die Gedanken, noch nicht greifbar, noch nicht klar und doch so wahr, wenn die Zeit es dann erlaubt und alles aus den Tiefen klaubt. Zusammenfügt, was Sinn ergibt, wo Zeit und Raum ein Ganzes gibt, Gefühle und Erinnerungen erzählen und Geschichten bilden.

Die Gedanken, oh, sie kommen, die Gedanken gehen bald. Schwinden heimlich aus der Nähe, fliegen fort und bleiben dort, wo man sie nicht mehr auffindet, wo es dunkel, düster ist.

Ganz verborgen in den Höhlen, hinter Wänden dick aus Stahl, stark vernebelt, unruhig hastend in dem großen Labyrinth.

Eisigkalt und bitter fröstelnd, wartend auf die rechte Zeit. Immerzu das Unbestimmte, Ungewissheit macht sich breit. Ungewiss im Dunkeln tappend, hilflos irrend – hin und her. Zeit vergeht, das Dunkle bleibt, die Augen offen, sehen bald, dass das Warten endlich endet, dass die Dunkelheit verschwindet.

Oh, die Augen, ja sie leuchten, oh, der Geist, er selbst erwacht. Ist gestärkt und ist jetzt anders, sieht jetzt, was ihn glücklich macht.

Stolz und fröhlich, helle leuchtend wird das Hier und Jetzt erkundet, nicht mehr fragend, nicht mehr grübelnd über die Vergangenheit.

Denn die Zeit ist jetzt gekommen, sie ist DEINE. Sei bereit!

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading