Freischreiben What if...? Ein Gedicht von Elisa Merkl (20)

Was wäre, wenn. Stell dir vor, du reist und entdeckst die Welt. Stell dir vor, du bist alleine in einer neuen Umgebung und es gefällt dir dort. Stell dir vor, du lernst einfach so – aus dem Nichts – jemanden kennen. Stell dir vor, ihr klettert am Abend – mit einem Thermoskanne in der Tasche – einen kleinen Berg einer Sehenswürdigkeit hoch. Oben angekommen setzt ihr euch, beobachtet gemeinsam, wie es dämmert, mehr und mehr die Lichter der Nacht erstrahlen und ihr heißen Kaffee trinkt. Was wäre, wenn ihr dann auch noch über Filme, Ansätze und Theorien über das Leben philosophiert? Was wäre, wenn es nicht nur bei einem Treffen bleibt?

Was wäre, wenn ihr euch immer besser versteht und immer öfter seht?

Was wäre, wenn ihr beide sogar die Schokolade teilt?

Was wäre, wenn dann plötzlich deine Seifenblase zerplatzt.

Wenn du plötzlich wieder in deine Realität zurückkommst,

und ihr euch nicht mehr so schnell und so oft sehen könnt.

Ihr nicht mehr so einfach Berge zusammen erklimmen könnt,

um die Lichter der Stadt bewundern zu können.

Was würdest du machen, wann du gefragt worden würdest,

ob du zurückkommen willst?

Würdest du einfach so dein jetziges Leben aufgeben?

Würdest du dich einfach so aus deinem Umkreis,

von Freunden und von Familie verabschieden

und zurück in deine Seifenblase springen,

obwohl du in deiner jetzigen Realität das machen könntest,

was du schon immer machen wolltest?

Würdest du einfach so eine so große Veränderung

in Anspruch nehmen und alles andere aufgeben,

obwohl du dir noch nicht mal zu einhundert Prozent sicher bist,

was auf dich zukommen würde?

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos