Freischreiben Eine Runde Tennis mit Susanne Kroiß

Susanne Kroiß’ Lieblingsplatz im Sommer: der Tennisplatz. Foto: privat

Im Sommer ist das perfekte Wetter, um draußen Tennis zu spielen. Deswegen steht Susanne Kroiß (15) aus Oberpiebing im Landkreis Straubing-Bogen oft mehrmals in der Woche auf dem Tennisplatz. Ein Tennis-Match aus ihrer Sicht.

Ein heißer Sommertag. Die Sonne prallt auf meinen Rücken und den aufgeheizten Sandplatz. Staubwolken steigen auf. Das Spiel geht bereits über eine Stunde. Meine Gedanken sind schon im Freibad. Jetzt muss ich mich aber nochmal für den letzten, entscheidenden Punkt konzentrieren. Meine Gegnerin schlägt einen langen Ball zurück. Er kommt direkt auf der Linie auf. Ich laufe ein paar Schritte zur Seite, erwische den Ball und schlage ihn zurück. Peng!

Ich spiele Tennis seit der ersten Klasse beim Verein SV Salching im Landkreis Straubing-Bogen. Bei uns im Verein gibt es verschiedene Mannschaften in verschiedenen Altersgruppen. Ich spiele bei den Mädchen U16 mit. Dort treten wir zu viert oder zu fünft gegen andere Vereine an. Jedes Jahr haben wir im Sommer am Wochenende Spiele, genauso wie an diesem Tag.

Eine Staubwolke wirbelt auf

Um 14 Uhr sollten wir bei der gegnerischen Mannschaft ankommen. Dort werden wir erwartet und unseren Gegnerinnen zugeteilt. Wir losen aus, wer mit dem Aufschlag beginnt. Ich darf beginnen. Ich lasse den Ball ein paar mal am Boden auftippen, werfe ihn in die Luft und schlage ihn quer auf die andere Seite. Meine Konkurrentin haut den Ball mit voller Wucht zurück. Wusch! Er fliegt knapp an meinem Ohr vorbei ins Aus, wo er eine Staubwolke aufwirbelt. Zum Glück. Der erste Punkt für mich.

Um für die Spiele im Sommer zu üben und fit zu sein, haben wir regelmäßig Training. Für Kinder und Jugendliche ist es immer samstags. Einlaufen, aufwärmen, dehnen. Dann feilen wir an der Technik. Zum Schluss spielen wir manchmal untereinander, um uns auf die Turniere vorzubereiten.

Der zweite Satz beginnt. Am Anfang habe ich mit einigen Punkten geführt. Aber jetzt liege ich hinten. Meine Gegnerin hat mich überholt. Wenn ich mich nicht wieder konzentriere, werde ich das  Spiel verlieren. Noch einmal tief durchatmen. Der Ball kommt auf mich zu. Ich hole aus und schlage ihn mit viel Gefühl zurück. Er schlägt im rechten Eck auf der Linie auf, sie steht auf der linken Seite. Endlich ein Punkt. Entscheidet sich das Spiel noch für mich?

Um die Spielpraxis zu üben, treffen wir uns unter der Woche. Danach sitzen wir zusammen und bestellen Pizza. Wir dürfen manchmal bei den Erwachsenen mitspielen. Ich spiele oft mit meinem Papa. Zusätzlich gibt es immer am Anfang der Sommerferien ein Tennis-Camp. Wir spielen nachmittags Tennis und abends grillen wir. Danach übernachten wir in Zelten neben dem Tennisplatz. Mein letzter Ball rollt wie in Zeitlupe über die Kante des Netzes. Er kommt lautlos direkt auf dem Boden dahinter auf. Meine Gegnerin schafft es nicht mehr, die kleine gelbe Kugel zurückzuschlagen. Gott sei Dank! Ich habe gewonnen.

 
 

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