Wegen 131 Fällen von Untreue ist eine 39-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Sie hatte als Bürokraft in einem Betrieb in Marklkofen gearbeitet und insgesamt 180.000 Euro auf ihr eigenes Konto abgezweigt. "Eigentlich sind Sie ein Fall für den Knast", meinte der Staatsanwalt.

Der 80-jährige Firmeninhaber hatte vollstes Vertrauen zu seiner Angestellten. So sehr, dass er ihr die Zugangsdaten zum Firmenkonto überließ. Sie sollte die Rechnungen des Betriebs begleichen. Doch weil die Angeklagte selbst viele ausstehende Rechnungen hatte - unter anderem vom Finanzamt und der Krankenkasse - überwies sie über vier Jahre hinweg regelmäßig Gelder auf ihr eigenes Konto. Dann wurden ihre Betrugsmaschen immer durchtriebener.