Haben Sie schon einmal versucht, mit dem Schwert eine Wendeltreppe zu verteidigen? Nachvollziehen können Sie das zum Beispiel in der mittelalterlichen Burg von Couches im französischen Burgund.

War der Verteidiger als letzte Rettung in den Burgturm geflohen, ließ sich von oben der Angreifer mit der rechten Schwerthand schnell ins Jenseits befördern. Der rechtsdrehende Aufstieg bot ausreichend Platz zum Zuschlagen, während der von unten kommende Feind das Nachsehen hatte. Es sei denn, er war Linkshänder. Und kam der angreifende Ritter doch mit dem Leben davon, ging es ab in den Kerker - ein vergittertes Loch, seinerzeit 16 Meter tief. Danach lockte das Lösegeld. Verwahrt wurde es, ebenso wie die Steuergelder der Bauern, in einer hölzernen Geheimtruhe im Turm, auf der der Burgherr, seinen Schatz behütend, Gericht hielt.

Solche und andere Geschichten weiß das charmante "Burgfräulein" im mittelalterlichen Gewand, Hilarie Matrat, zu berichten, das durch die großräumige Schlossanlage von Couches führt, die an längst vergangene Zeiten erinnert. Da gibt es seit dem 12. Jahrhundert schützende Türme und befestigte Mauern, eine Burgkapelle mit bleiverglasten bunten Fenstern und noch heute begehbare unterirdische Gänge und Gewölbe.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 05. Juni 2018.