Frankreich Anti-Terror-Ermittlungen nach brutalem Angriff nahe Paris

Die Anti-Terror-Spezialisten der französischen Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. (Symbolbild). Foto: Jean Francois Badias/AP/dpa/dpa

Schrecklicher Vorfall auf offener Straße: Ein Mann wird mit einem Messer attackiert und ersten Erkenntnissen nach enthauptet. Die Terror-Fahnder ermitteln.

Ein Mann ist ersten Erkenntnissen zufolge in der Nähe von Paris von einem Angreifer enthauptet worden. Die Anti-Terror-Fahnder der Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen. Man ermittle unter anderem wegen Mordes mit Terrorhintergrund, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Paris.

Das Opfer soll am Freitagnachmittag in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris auf offener Straße angegriffen worden sein, wie französische Medien berichteten. Der Vorfall soll sich in der Nähe einer Schule ereignet haben. Die Polizei schrieb auf Twitter, dass dort aktuell ein Einsatz laufe und die Menschen den Bereich meiden sollten.

Der mutmaßliche Täter soll kurze Zeit später im nahe gelegenen Éragny-sur-Oise von der Polizei aufgegriffen worden sein. Laut Medien hat er versucht, die Polizei anzugreifen - daraufhin hat diese auf ihn geschossen. Ob er dabei getötet oder schwer verletzt wurde, war zunächst unklar, es gab dazu unterschiedliche Angaben. Der Bürgermeister von Éragny-sur-Oise, Thibault Humbert, sagte dem Sender BFM TV, dass der mutmaßliche Täter getötet worden sei.

Eine Person solle bei einem Angriff enthauptet worden sein, sagte Humbert weiter. "Das ist unglaublich gewalttätig. Das sind die Informationen, die ich jetzt habe." Er sei vor Ort und mit den Ermittlern in Kontakt.

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen. Daher ist die Terrorgefahr fast ständig im Bewusstsein der Menschen. Frankreichs Regierung hat den Kampf gegen den Terror zu einer Top-Priorität gemacht und warnt immer wieder, dass die Gefahr von Terrorangriffen sehr hoch sei.

Erst vor wenigen Wochen hatte es vor dem ehemaligen Redaktionsgebäudes des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris eine Messerattacke gegeben. Dabei wurden zwei Menschen verletzt - auch hier gehen die Ermittler von einem Terror-Hintergrund aus.

Gleichzeitig läuft in Paris seit Anfang September der Prozess gegen mutmaßliche Helfer der Terrorserie im Januar 2015, bei der insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Nur unter hohen Sicherheitsbedingen kann man den Glaspalast überhaupt betreten.

 

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