Vom einstigen Armenhaus Bayerns ist Ostbayern zur Aufsteigerregion geworden. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat die Automobilindustrie geleistet. Die BMW-Werke in Dingolfing und Regensburg beschäftigen mehrere Tausend Menschen und sind starke Gewerbesteuerzahler. Zehntausende weitere Stellen in Ostbayern und Milliarden von Euro hängen an der Zulieferindustrie, die um die Autowerke entstanden ist.

"Wenn BMW hustet, ist Niederbayern krank", ist insbesondere unter Wirtschaftsvertretern ein geflügeltes Wort geworden. Unter anderem steigende Klimavorgaben und der Wandel zur E-Mobilität kratzen die Automobilindustrie derzeit im Hals. Bundesweit sind laut Ifo-Institut bis 2025 mindestens 178.000 Beschäftigte von der Transformation zum Elektromotor betroffen, weil sie Produkte herstellen, die direkt oder indirekt vom Verbrenner abhängen. Dazu kommen Diskussionen um Dieselfahrverbote sowie Forderungen nach Tempolimits auf Autobahnen und Tempo 30 in Innenstädten. Sie machen das Auto ebenso unattraktiver wie stark steigende Spritpreise.